und wieder ein Schaltbild, welches ein paar kleine Besonderheiten hat. Die sind mit blauen Ziffern 1-5 markiert. Wer Lust hat, kann mal überlegen, was das für Besonderheiten sind. Das Radio ist gerade mal so ein Super und wurde 1948 auf den Markt gebracht.
Grüße von Haus zu Haus Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
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Hallo zusammen, mir auch schon passiert. Manchmal hilft: -im google-Browser "Verlauf anklicken" -dann rückwärts gehen, mitunter erscheint "Bestätigen" und man hat den alten Entwurf wieder, wenn man zwischendurch die Vorschau-Ansicht beim Verfassen aktiviert hatte.
Also, ich werde nur die zwei Besonderheiten kurz zusammenfassen:
1. Das Schirmgitter der VCH wird mit einem Glimmstabi stabilisiert. Somit kann dessen Spannung nicht "gleiten", was die Regeleigenschaft verbessert.
2. Das Lautstärkepoti 1 MOhm hat den Schleifer auf Masse (!). Dreht man den Schleifer nach oben, dann wird die NF vom Sirutor mehr oder weniger kurzgeschlossen. Weiterhin ist am unteren Ende nun die neg. AVR-Spannung voll wirksam = geringe Lautstärke.
Dreht man den Schleifer nach unten, dann wird die NF kaum noch reduziert. Die neg. AVR-Spannung wird jetzt aber verringert, was eine höhere Verstärkung der Hexode ergibt.
Man deshalb kann behaupten: Das Poti reinigt und poliert zugleich....
ich überlege, ob der Regelwiderstand 1 nicht eher ein Trimmer ist und der Trimmer 200 Ohm an der halbautomatischen Regelspannung mit seinem Mittelanschluß über einen C geht zur Entbrummung oder eine Art Gegenkopplung oder Klangeinstellung?
Interessant auch bei einem Röhrenempfänger ein Sirutor zur AM-Demodulation, vielleicht preiswerter als eine Röhre mit Diodenstrecke oder Materialmangel 1948?
Grüße von Haus zu Haus Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
Zitieren:Interessant auch bei einem Röhrenempfänger ein Sirutor zur AM-Demodulation, vielleicht preiswerter als eine Röhre mit Diodenstrecke oder Materialmangel 1948?
Gerade was drüber gelesen, in einer Funkschau von 1933 oder so (Bergtold) Die alte "Triadyn"-Schaltung, Detektor als Demodulator und Röhre als NF-Verstärker, eventuell mit Rückkopplung. So kann die Röhre im optimalen Arbeitspunkt arbeiten, hier sogar als Endröhre, wo Gittergleichrichtung nicht möglich wäre. vgl. Funkschau 1933 Heft 13, Kapitel "Eine Audionröhre, die nicht übersteuert werden kann" (Bergtold) Nestel hat das später eingehend untersucht und so ist die Schaltungsweise auch unter diesem Namen besser bekannt geworden. vgl. Funkschau 1934_07 "Die Binode in der sog.Triadyneschaltung" (Eckert) Das Prinzip ist vor einiger Zeit hier verwurstet worden, mit Dioden wie der SD101C bekommt man gerade bei den heute stark modulierten Sendern weniger Verzerrungen. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...0&page=2#18
eine Röhrendiode hätte eine Schaltungsanpassung bedeutet, da diese ja in einer Verbundröhre eine gemeinsame Kathode hat und somit auf Masse liegt, wäre aber gegangen. Die hier gewählten Verbundröhren gab es aber nicht mit einer zusätzlichen Diode, Dioden hatten nur Verbundröhren mit nur einem verstärkenden System (EAFxxx, EBFxxx, EBCxxx), so dass es eine Röhre mehr gebraucht hätte, wenn man eine Röhrendiode verwenden wollte. Da dies ein sehr einfacher und billiger Empfänger war, kam eine zusätzliche Röhre nicht in Frage.
Eine weitere Besonderheit ist die Rückkopplung im ZF-Teil, um die Verstärkung und allenfalls Trennschärfe zu erhöhen.
Moin, Der Hintergrund ist interessant: Man hatte auf einfache Weise, nämlich durch Ausstattung der UCH11 mit 50mA-Heizer die Möglichkeit zum Kleinstsuper mit nur 2 Röhren geschaffen. Und braucht sehr viel weniger Leistung in dem Vorwiderstand zu verbraten, der macht so ein kleines Gehäuse ja auch noch mächtig warm.
Anderseits besteht kein Bedarf für z.B. eine VBF11, weil da die 100mA-Serie vorhanden ist für größere Röhrenzahl (vor allem bei kleineren Netzspannungen als 220Volt)
Die Beispielschaltung der Funkschau konnte also noch etwas aufgebohrt werden: KW-Bereich wie beim Mittelklassen-Super, das Tetroden-Systemtritt anstelle der Audion-Stufe und übernimmt die Aufgabe der ZF-Röhre, Lautstärke-Regelung. Zwei gekoppelte Bandfilter anstelle von einem.
Mit etwas Draht und guter Erde hat das Gerätchen sicherlich ganz anständig gespielt.