Nobby meint aus meiner Sicht einen Gegentaktdiskriminator,...denn ein Gegentaktdikriminator besteht aus zwei Flankendetektoren...Ich glaube so hat er es gemeint. Die Kennlinie dazu findenst Du auch unter http://www.elektroniktutor.de/signale/fm_demod.html. Hier wird es auch nur einen Abstimmpunkt geben. Ich war noch mal auf der Seite von R.W. Er hat ja die Kennlinie meiner Schaltung sogar aufgezeichnet http://electronbunker.ca/FMCrystalSet.html
Diese ist im Gegensatz dazu um 180 Grad gedreht. Beim Gegentaktdiskriminator sind ja zwei Auskopplungsspulen vorhanden. Diese müssen aber nicht gegentaktig gewickelt sein, da der 0- Punkt ja die Mitte der beiden Spulen ist. Bei meiner Auskoppllung ist es die Mittelanzapfung, da hast Du völlig recht. Aber warum holt sich R.W. ein um 180 Grad verdrehtes Signal vom Eingang des Resonators und verwendet nicht gleich zwei in gleicher Richtung geschaltete Dioden? Das Problem könnte sein, dass beide Ausskopplungskreise einer Gegentaktschaltung ganz genau abgestimmt sein müssen. Dies ist bei meinem Aufbau eigentlich nicht möglich und über zusätzliche C`s auch nicht vorgesehen. Die R.W. Schaltung ist beeindruckend simpel, aber der antiparalle Diodenaufbau verwirrt mich völlig.
Gruß
Joe
Nachtrag: R.W holt sich ein um 90 Grad verschobenes Signal vom Eingang und nicht 180 Grad. joe 26.10.2012
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Das mit der fehlenden Abstimmung des Diskriminatorkreises hat mich zu der Annahme eines Gegentaktdiskriminators veranlasst. Denn dieser muss ja nicht extra auf Resonanz und damit auf exakte Phasendrehung gebracht werden.
dies steht im Widerspruch zur Aussage aus dem Link. Denn dort steht.....
Zitat zum Differenzdiskriminator - Gegentaktdiskriminator
"Nachteilig ist die Notwendigkeit eines sehr genauen Abgleichs der beiden Sekundärschwingkreise des Differenzdiskriminators. Ein Problem, dass bei fast allen abgleichbaren LC-Filtern besteht, ist die nicht optimale Langzeitstabilität und Temperaturkonstanz".
Zitat Ende:
Diese Erfahrung kann ich teilen, da ich mit dieser Schaltung bei AM- Demodulation auf LW / MW genau über dieses Problem gestolpert bin. Das beginnt schon mit der Resonanzschärfe der Schaltung. Ist die Güte der Kreise nicht besonders gut,...klappt es nicht. Die Energiebilanz (aus U und I) wird gegenüber der Einweggleichrichtung nicht besser. Bei AM ist es allerdings der Gleichlauf der Kreise und nicht die Differenz ausschlaggebend.
Bei FM...
noch extremer...überhaupt beim Detektor und sehr kleinen Spannungen, einen Abgleich auf ungefähr eine Kanalbreitendifferenz hinzubekommen. Dazu die ganzen Verluste durch zusätzliche Bauteile in den Kreisen. Die jetzige kleine Schaltung ist da doch echt prima! Die halte ich jetzt für ausgereift. Der letzte Punkt im Projekt ist das Verstehen dieser Problematik.
Jetzt bin ich dabei Versuche mit SpiceIV zu machen. Muss doch zu knacken sein...oder?
Es ist nichts Neues, dass ich die mechanische Konstruktion des Detektortopfes als sehr gut verarbeitet und gelungen sehe. Beim zweiten Foto, dem Innenteil mit Wendel, ist parallel zum Kermiktrimmer eine blauer Rohrkondensator. Hier wäre ein "hochwertiger" Keramikscheibenkondensator günstiger. Bei diesen hohen Frequenzen wählt man besser die induktivitätsärmeren Bauformen. Es wird allerdings keinen großen Unterschied machen, weil nur die Summe aller Maßnahmen das Gesamtergebnis merklich beeinflussen.
ja das ist ein feiner kleiner Silbertopf. Das Rohr ist etwa 110mm und 40mm im Durchmesser. Es soll ein Minni- Wendeltopf zum Wandern werden. Wahrscheinlich bekommt er einen offenen Dipol in Teleskopform verpasst. Ersteinmal kommt aber die Yagi ran, um unter gleichen Bedingungen zu testen. Die Antennenanpassung kann ich nach erfolgreichen Tests dann umbauen.
Danke für den Tipp. Den blauen Rohrkondensator kann ich ersetzen, denn ich habe einen großen Fundus, von kleinen Keramikkondensatoren, aus alten VEB- Beständen.
Mal sehen wann ich dazu komme....erst muss das jetzige Projekt fertig sein. Ist es ja auch, bloß die Dokumentation und das Schaltungsverständnis zum angewendeten Diskriminator fehlt noch. Die Spice Simulation macht Fortschritte, aber aus einem frequenzmoduliertes Signal (10kHz/100MHz), ein NF- Output zu bekommen,.....klappt noch nicht. Der Rest sieht schon ganz gut aus.
ich würde den Rohrkondensator nehmen, denn der hat bedingt durch seinem Aufbau schon einen Feintrieb. Die Induktivität geht nur gering ein und ist ein fester Bestandteil des Schwingkreises. Die Güte ist auch nicht schlechter - alle Beläge sind auch da aus Silber.
Zum Demodulator bin ich nun wirklich gespannt, was da heraus kommt.
Dietmar meint nur den recht großen, blauen Parallelkondensator zum Keramiktrimmer. Der mit Feintrieb abgebildete Trimmer muss auf jeden Fall bleiben. Der Topf ist abgestimmt und hat einen Bereich von 80-120MHz.
Hier das versilberte Innenleben mit Knopf.
Nachtrag:
Ich habe mir nochmals Dein Link zum Taschenbuch angesehen. Hier gibt es auch wieder einen deutlichen Unterschied zur Schaltung in meinen angegebenen Link zu sehen. Der Differenz - Gegentaktdiskriminator ist in den Seiten unterschiedlich dargestellt. Da kann man aber auch wirklich so langsam alles durcheinander würfeln. Spice zeigte bis jetzt an den beiden Teilinduktivitäten ein um 180 Grad versetzten Spannungsverlauf an, sodass es zur Polarität der Dioden passt. Also wie beim Ratiodetektor gezeigt...bloß die Dioden sind ja dann direkt verbunden und von der Einkopplung liegt tatsächlich ein um widerum 180 Grad verdrehtes Bezugspotential am Dioden Com- Punkt an. Also jedes positive oder negative Spannungsmaxima trifft auf das um- gekehrte Maxima. Aber was geschieht genau am Mittelabgriff? Da muss ich noch forschen...irgendwas stimmt noch nicht.
das passiert, wenn man zu schnell drüberlißt. Aber da bringt eine Scheibe noch mehr Eigeninduktivität, da die Zuleitungslänge nicht kürzer wird. Im Gegenteil beim Rohrkondensator beginnt das kapazitive Verhalten bereits nach wenigen zehntel Millimeteten, je nachdem seine Länge von dem Trimmer abweicht. Bei einem Scheiben-C ist die Zuleitungsinduktivität auf jedem Falle größer.
Aber , ich finde es große Klasse, das Du auf jede Äußerung genau eingehst. Nur so können Mißverständnisse ausgeräumt werden. Wir lernen ja alle noch dazu, denke ich mal, ich jedenfalls .
Die Diskriminatorschaltung erinnert mich an einen Zweiweggleichrichter. Also für mich eher ein doppelter Flankengleichrichter, die sehen zwar in der Schaltung für ZF 10,7 MHz anders aus, aber irgendwie ist das Prinzip beide Halbwellen zu nutzen gleich.
Hallo zusammen, die drei damals üblichen FM-Gleichrichterschaltungen (Gegentaktgleichrichter, Phasendiskriminator und Radiodetektor) werden auch im Wumpus-Kompendium beschrieben:
Der FM-Gegentakt-Gleichrichter braucht eigentlich zwei frequenzversetzte Sekundärkreise. Das ist auf dem weiter oben gezeigten Schaltbild aber nicht so. Und als Phasendiskriminator braucht er ja auch eine Phasendifferenz. Wo entsteht die bei dem weiter oben gezeigten Schaltbild? Induktiv?