Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-
basteljero: Getestet werden soll, ob die frühzeitige Auffrischung mit sehr kleinem Konstantstrom (2mA) bei den Alkali-Batterien erfolgversprechend ist. In dem Fall kann man dann ausgediente Batterien für kleinere Logik-Schaltungen und dergleichen einsetzen, für die es sich nicht lohnt, ein Netzteil aufzubauen. … Derzeit ist ein einfaches Erhaltungs-Ladegerätchen für 9V-Blocks in Arbeit, bei den wurde im Vorversuch schon eine Auffrischung erzielt und die sind in einigen Meßgeräten hier im Einsatz.
Gruß Jens
Es ist doch sehr fraglich, wenn man eine teilentladene Batterie auffrischt, ob man damit soviel mehr Kapazitätsgewinn erhält, statt die Batterie bis zu ihrer Entladeschlussspannung zu entladen. Entladeschlussspannung der 1,5V Batterien sind 0,9V!
Dieses Auffrischen von Batterien stammen aus Zeiten wo Batterien relativ teuer waren. Bei den heutigen Preisen ist das Sparpotential doch eher fraglich. Dies insbesondere auch wegen der relativ hohen Stromkosten.
Gab ja auch spezielle Primärelenente/Batterien die mit speziell dafür gedachten Ladegeräten begrenzt wieder aufladbar waren. Gibt es wohl auch schon länger nicht mehr, weil wirklich für vielfaches Aufladen gedachte Akkus mittlerweile auch preiswert sind.
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Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-
Hallo Kalle,
Du schriebst:
Gab ja auch spezielle Primärelenente/Batterien die mit speziell dafür gedachten Ladegeräten begrenzt wieder aufladbar waren. Gibt es wohl auch schon länger nicht mehr, weil wirklich für vielfaches Aufladen gedachte Akkus mittlerweile auch preiswert sind.
Ja, das waren die RAM-Zellen; https://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Zelle#RAM-Zellen . Ich hatte mehrfach solche im Einsatz mit einem speziellen Stecker-Ladegerät für 4 Stück (beides von Ansmann). Großer Nachteil war, wie bei Wikipedia beschrieben, der relativ hohe Innenwiderstand und die Empfindlichkeit gegenüber "Tiefentladung" (< 1,42 V!). Ich habe das dann bald wieder aufgegeben.
Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-
Hallo Zusammen,
das mit dem Auffrischen habe ich auch gemacht, aber auch bald wieder aufgegeben.
Weil: Der Erfolg war mehr als bescheiden. Zellen unterschiedlicher Hersteller und auch verschiedene Chargen verhielten sich unterschiedlich. Die Auffrischung zeigte anschließend hohe Selbstentladung . Manche nahmen kaum Ladung an. Der Ladestrom mußte sehr gering angesetzt werden, sonst trat der Elektrolyt aus. Einen Vorteil Asymmetrischer Ladung zu Konstantstrom konnte ich nicht feststellen. Hauptsächlich habe ich das bei 9V-Batterien und Armbanduhrenzellen gemacht. Wobei Letztere nochmal ein Jahr hielten und sich nochmals auffrischen liesen - waren aber auch Silberoxidzellen. Von Zehn 9V-Blöcken liefen bereits beim Laden mit maximal 5mA 1...3 Stück aus - wobei Zink-Kohle kaum auslief. Letztere wurden oft hochohmig - Elektrolyt wohl alle. Ich habe es dann bald wieder aufgegeben. Ein Ladegerät für alle Zellenformen und Mehreren gleichzeitig liegt noch irgendwo angefangen herum.
Schade, wäre schön gewesen, wenn...............
Viele Grüße Bernd
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)
Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-
Hallo,
da sind doch schon mal einige wertvolle Erfahrungswerte zusammengekommen.
An den "RAM"-Zellen kann man sich vielleicht orientieren und die genannten 1,42 V als Richtwert für den Zeitpunkt der Wiederauffrischung nehmen.
Bei dem heute gebasteltem Netzteil für die 9V-Blocks würde dann maximal ein Strom von (9,7V - 6 x 1,42V) / 2,2 kOhm = 0,54 mA fließen. (5mA sind wohl schon zu viel, wie Bernd schrieb)
Schon beim Anschließen der Batterien lässt sich groß der Zustand der Zellen einschätzen. Bei einer stieg die Spannung schnell an, ist der Innenwiderstand einer oder mehrerer Zellen hoch und es dürft ein Defekt vorliegen.
Trotzdem nimmt die Batterie Ladung an, es wird sich zeigen, ob das von Dauer ist oder ob die Batterie nach versuchter Ladung nun ganz den Geist aufgibt.
@Kalle
Zitieren:Es ist doch sehr fraglich, wenn man eine teilentladene Batterie auffrischt, ob man damit soviel mehr Kapazitätsgewinn erhält, statt die Batterie bis zu ihrer Entladeschlussspannung zu entladen. Entladeschlussspannung der 1,5V Batterien sind 0,9V!
Problem: Bei 0,9 V Zellenspannung funktionieren manche Anwendungen nicht mehr. Meine SAQ-Aktivantenne würde dann nur noch 3x 0,9V=2,7V bekommen, dazu kommt der Spannungsfall am Kollektor-Widerstand- Wenn die 3 Zellen auf 1,3 V gehalten würden, hätte man knapp 4 Volt zur Verfügung und genug Reserve.
Zitieren:Dieses Auffrischen von Batterien stammen aus Zeiten wo Batterien relativ teuer waren. Bei den heutigen Preisen ist das Sparpotential doch eher fraglich. Dies insbesondere auch wegen der relativ hohen Stromkosten.
0,2€ bis 0,6€ für eine AA-Zelle läppern sich aber auch zusammen. das wären für die geplante Anodenbatterie mit 55 Zellen und den (immer konstant "gut" bewerteten !) Aldi-Zellen zu 1,60€ für 10 Stück 9 Euronen, ist auch Geld-
Auch hier: Setzt man 75V als untere nutzbare Spannung an, wäre die Zellenspannung noch etwa 1,37 Volt. --- Wenn überhaupt, dann dürfte nur mehrmals wiederholtes Auffrischen zu frühem Zeitpunkt wirkliche Ergebnisse zeigen. "Zerobrain" hat in diesem Video etwa bei Hälfte der Entladung die Zellen einmalig nachgeladen, Kurven bei Zeit [13:36 /20] h t t p s://odysee.com/@zerobrain:7/der-gro%C3%9Fe-batterietest-aa-+-aaa:7 Ergebnis "Vergesst es" Aber er will ja auch keine Anodenbatterie basteln -vermute ich-, und da ist ja eine möglichst hohe Spannung in der Anfangszeit von Interesse, weniger die Gesamtenergie, die erhalten werden kann.
Außerdem wird nur mit sehr geringem Strom geladen, bei den 1,5 Volt-AA-Zellen 1mA, also etwa 1/2000 der Amperestundenzahl solcher Zellen. Das passt ganz ausgezeichnet, die nach der SAQ-Weihnachtssendung ins Ladegerät eingelegten Zellen sind dann zur Sommersendung wieder aufgefrischt, wenn die Stromabnahme während der Ladeperiode berücksichtigt wird. . Das Ladegerät mit 0,5W Verlustleistung hätte dann 0,5W x 24h/Tag x 30 Tage/Monat x 6 Monate 2,16kWh verbraucht, wenn die Rechnung stimmt. Es lohnt sich also ein USB-Lader, weil der PC sowieso immer an ist. ---- Zwischenbericht eigener Test: Satz 1 "auf 1,25 Volt entladen" : Die 3 Zellen sind jetzt bei 1,34 Volt gelandet. Satz 2 "auf 1,3 Volt entladen" Die 3 Zellen liegt bei 1,4 V und damit im grünen Bereich.
Hinzugekommen ist im freien Ladeschacht eine Zelle aus der "Entsorgungskiste" mit 1,1 Volt und langer Liegezeit. Hoher innenwiderstand, Spannung steigt schnell bis auf 1,64 Volt an