als Jäger und Sammler von auch kuriosen Teilen fielen mir 10 Ge-Transistoren des Typs WN 54201 des Fabrikats SEL in die Hände. Grübel, grübel und studier - im Netz fand ich nix dafür. Hmm - watt nu? An einem Exemplar fiel mir jedoch später eine weitere Stempelung auf, welche von SEL offensichtlich nur unzureichend unkenntlich gemacht wurde. Und nach leichtem Kratzen mit dem Fingernagel kam die ursprüngliche Typenbezeichnung wieder zu Tage welche da lautet ACY28. Nun - die ECA-Tabelle zu Rate gezogen ergab sich, daß es sich um einen NF-Treiber mit 200mW/40Volt, Ic max250mA handelt, als Ersatztyp wird u.A. der AC151 angegeben, nichts Besonderes also. So stellen folgende Fragen:
> Kennt jemand diesen "umgetauften" Transistor? > In welchen Geräten wurde er verbaut? > Warum diese Umbenennung?
Für die Klärung all dieser Fragen schon mal ein dickes "Dankeschön!"
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nichts genaues weiß ich nicht. Ich habe auch auch ein paar solche relabelte WNs - es sind wohl irgendwie für einen speziellen Zweck selektierte Transistoren. Selbst bei einem WN-Typ können sich unter dem Abziehbild verschiedene Typen verbergen. Als einziger stellt "Mr.Transistor" diese Typen auf seiner Seite vor.
Womöglich sind das ebenso geheime Daten , wie bei den IBM-Halbleitern.
Für nähere Infos wäre auch ich sehr dankbar.
Viele Grüße Bernd
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Hallo zusammen, ich habe mal vor vielen Jahren bei einem SEL-Lehrgang erfahren, dass solche Umbenennungen auch gemacht wurden, wenn sich bei Tests der gerade fabrizierten Geräte Abweichungen von den Normdaten ergeben hatten. Dann wurde gesucht, bis die Parameter für einen anderen Typ passten. Auch soll so auf spezielle Gross-Kundenanfragen regagiert worden sein (gilt natürlich nicht für SEL !).
Umbenennungen von Halbleitern finden sich eigentlich in großer Anzahl, ohne daß Gründe einer Selektion vorliegen. Ich fasse den Begriff allgemein, weil auch Dioden und Schaltkreise von Namensänderungen betroffen sind. Wer bei den Typen GD241 (A,B) und GD243 an Germaniumtransistoren denkt, begibt sich auf Glatteis. Es sind Siliziumleistungstypen, eingesetzt von der Firma Grundig. Möglich, daß eine Kundenbindung bei der Ersatzbeschaffung ein Grund für die Umtypisierung war. Auch bei Schaltkreisen findet man Namensänderungen, die auf den Anwender verweisen, z. B. Goldstar. Der Gipfel in den neunziger Jahren waren Schaltkreise, deren Typenbezeichnung bewußt abgeschliffen wurde. So etwas fand sich in Sat- Receivern einiger Firmen.
Heute 08:46 Re: Frage zu Zerhackerpatronen - Hallo zusammen, es ... von wumpus Heute 08:12 Re: Wer kennt diesen Transistor? - Hallo Jürgen ... von MB-RADIO Heute 08:39 Re: Wer kennt diesen Transistor? - Hallo zusammen, ... von wumpus Heute 08:30 Re: Siemens Schatulle H52 - Hallo Uli, genau so ist ... von wumpus Heute 08:12 Re: Wer kennt diesen Transistor? - Hallo Jürgen ... von MB-RADIO Heute 08:04 Re: Siemens Schatulle H52 - Hallo, das "Vergleichsgerät" ... von Uliresi
oder hatte der Server eine Party?
Viele Grüße Bernd
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Hallo Radiofreunde, vom obersten Qualitätssicherungmann der Fa.Rhode & Schwarz erfuhr ich, dass bei der Wareneingangskontrolle die Halbleiter auch auf Besonderheiten hin überprüft wurden. Sind dann verschiedene Exemplare auf gefallen, hat man sie mit den besonderen Daten in einem Protokoll erfasst und und entsprechend gekennzeichnet. Brauchte ein Entwickler einen Tansistor oder eine Diode mit besonderen Eigenschaften, so bediendte er sich dieser Datenbank. Wie Wolle von abgeschliffenen Bezeichnungen schreibt hat es auch noch eine weitere Masche gegeben und zwar hat man den Tausendfüsslern die Beine nach oben gebogen und verkehrt in die Plattine eingesetzt. Alles war verdreht. Ohne den spezifschen Unterlagen war da nichts zureparieren.
aber zumindest findet man die Grundig's in Datenbüchern , aber die WN's und die IBM's findet man nirgends.
Oder kennst Du da Quellen ?
Hallo Manfred,
auch ich kenne das Sondermessen in damaligen Ge-Zeiten aus eigener Erfahrung. Bei genau 21°C Raumtemperatur habe ich tagelang gesessen und Transistoren nach Rauschen , Beta , und Reststrom selektiert - das ist sooowas von laaangweilig. Aber die wurden nicht umbeschriftet , sondern nur mit Farbpunkten versehen.
Viele Grüße Bernd
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Die WN und die IBM sind auch in der letzten Version der großen Datenbank nicht zu finden. Ich kann mir nur vorstellen, daß die Umbenennung auf Anwenderwunsch hin erfolgte. Damit findet man den Typ nur bei diesem einen Anwender, eventuell auch nur innerhalb einer Gerätefamilie. Ohne einen Bezug zu einem konkreten Produkt kommt man wahrscheinlich nicht weiter.
recht vielen Dank für eure Auskünfte. So wie es also aussieht wird man wohl nie in Erfahrung bringen, was es mit diesen "Exoten" genau auf sich hatte, geschweige wo sie eingestzt wurden. Die Teile habe ich als gebrauchte Ware aus einem grossen Sammelsurium elektronischer Klassiker herausgefischt. Sahen ja irgendwie auch interessant aus. Wer weiß, vielleicht kann man sie eines schönen Tages in Gold aufwiegen?!? Aber nebenher: Die Fiesheit mit dem abgeschliffenen IC-Typ ist mir auch schon unter gekommen. Leider hat man nicht zuende gerechnet. Nach Auslöten verriet die IS auf ihrer Unterseite ganz klein ihren Namen...Ääätsch!
Das Problem mit der abgeschliffenen Bezeichnung hatte sich für mich per Zufall einfacher geklärt. Nach dem Motto "Wo alles klaut kann ich allein nicht bauen" fand sich ein baugleiches Modell eines anderen Herstellers, der die ICs beschriftet ließ.