Pappe und Co. sind in der Tat nicht besonders gute Dielektrika. Wesentlich besser ist da z.B. Polystyrol (auch "Trolitul" genannt), woraus in den meisten älteren Radios die Spulenkörper bestehen.
Besonders edel ist natürlich ein Spulenkörper aus Keramik, was hervorragende HF-Eigenschaften besitzt. Leider sind sie nicht so leicht erhältlich. Als Quelle käme da eventuell auch ein "Schlachtgerät" kommerzieller Herkunft in Betracht (alte Sender o.ä.). Oder die primitiv-hässliche Keramik-Zylinder-Blumenvase, die uns Tante Yolanda letztes Weihnachten geschenkt hat
Aber ich gebe gern und offen zu, dass ich früher die Spulen für meine Detektorschaltungen auch auf Klorollen gewickelt habe. Hab's damals sogar zur Mutti gesagt, dass sie die leeren Dinger nicht wegschmeissen soll!
Der Drehkondensator im Radiomann schon sehr rudimentär aufgebaut. Als Isolation wurde dünnes Pertinax benutzt. Das war sicher auch nicht optimal, jedoch immer noch besser als Pappe. Luftdrehkondensatoren sind immer das Mittel der Wahl, wenn es um jedes µ Gewinn geht. Die findet man i.d.R. in alten Röhrenradios (aber nur ausschlachten, wenn der Kandidat wirklich keine Chance auf Wiederbelebung hat!!!) und auf Radioflohmärkten.
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roehrenfreak:Der Drehkondensator im Radiomann schon sehr rudimentär aufgebaut. Als Isolation wurde dünnes Pertinax benutzt. Das war sicher auch nicht optimal, jedoch immer noch besser als Pappe.
Hallo Jürgen,
das stimmt natürlich, solange der Grundkasten gemeint ist.
Der Zusatzkasten HF beinhaltet u.a. einen sogen. Quetscher, s.d. in Verbindung mit dem Zusatz NF sich ein richtiges Radio samt Gehäuse erstellen ließ. Dieser Quetscher war qualitativ schon besser als der erste Drehko, auch wenn er einen Luftdrehko natürlich nicht erreichte.
genau den Baukasten (Link) meinte ich auch. Den hatte ich nämlich als Kind. Rote Grundplatte RS1 für das EF98-Audion, blaue Grundplatte RS2 für den NF-Verstärker mit einem PNP-Germaniumtransistor. Dazu gab es ein formschönes weisses Kunststoffgehäuse mit den Einbaupositionen für die Grundplatten, Abstimmung, Rückkopplung, Lautsprecher... usw. plus Rückwand. Ach was würde ich dafür geben... Da werden Erinnerungen wach und wacher!
Etwas Humoriges : Auch wenn ich jetzt im wahrsten Sinne als Klugs ..... dastehe , die abgewickelten " Klorollen " diese Papphülsen nennt man Wickelkerne .
habe meine Klorollenwickelkernspule ?!? auf dem Gehäuse montiert, mit Schieber, funktioniert gut, ich kann das gesamte AM Band einstellen. Das wird ja nur der Stromversorgungskreis, den einzigen Drehkondensator, den ich habe, will ich für den eigentlichen Tuner Kreis gebrauchen. Fotos kommen bald.
Hallo Bernd, Du kannst auch für den Stromerzeugungsschwingkreis einen Festkondensator nehmen (zuvor durch Versuch, den richtigen Wert zu ermitteln). Der hat uU. eine höhere Güte. Außerdem: Benutzt Du für Deine Papprollenspule HF-Litze? Auch das würde die Güte steigern und damit die erzielbare Spannung.
habe gerade mit vielen Krokodil-klemmen einige der Schaltungsbeispiele durchprobiert. Es kommt immer aufs selbe raus, meine Antenne ist halt a bisserl zu kurz. 10 Meter Außenantenne, aber ich habe das Kabel einfach ins Haus gelegt, hätte koax 50 ohm Kabel gebrauchen sollen, habe ich zu hause, will ich heute verbessern. Auch kann ich im Garten ein bisschen zickzack Draht spannen, dann weiß ich zwar nicht mehr, wie ich die Antenne ausrechnen muss, aber der Versuch soll zeigen, ob ich eine höhere Spannung zustande bekomme. Ach ja, ich habe unter last nus so 350 bis 380 mili Volt zur Verfügung, der AF106 geht bei so einer geringen Spannung noch am besten, die AF125 126 und 127 gehen gar nicht mit dieser geringen Spannung, der AC128 bedingt.
hier sind die ersten Fotos. Auf dem kleinen Holzbrett ist der Versuchsaufbau wie in der Anlage. Ich habe den Verstärker mit einem AF106 bestückt, der geht am besten. Ich habe 650 mili Volt am Elko, eine Verstärkung ist eindeutig festzustellen, vielen Dank Rainer, nun glaube auch ich in diese Technologie, haha. Jetzt gehe ich Komponenten kaufen für den zweikreisigen Empfänger. Das einzige was ich anders machen will ist, ich will mit nur einer Antenne auskommen. In meinem Fall muss das gehen, der starke Ortssender ist auf 675 KHZ, mein Lieblingssender ist auf 1584 KHZ, also am anderen "Ende" des Mittelwellenbandes. Vielen Dank fuer alle Tipps und die hilfe, ich habe viel Spaß.
ich habe nun alle Bauteile im Hause, um den zweikreisigen Empfänger zu bauen. Ich freue mich schon wie ein kleiner Junge, was das angeht, bin ich halt nie erwachsen geworden, haha. Aber nun an die Arbeit, Fotos kommen bald. Danke Rainer, das Du das für uns möglich gemacht hast. Den Scjhaltplan in der nlage werde ich nun bauen, nur werde ich versuchen, mit nur einer Antenne zurecht zu kommen.