Re: Kopfhörer, Übertrager und Impedanzanpassung für Detektor
Hallo Kalle,
Zitieren:du solltest dich mehr mit den technischen Grundlagen von Transformatoren (Übertragern) befassen.
Es ist mitunter hilfreich, Vorschläge, die man anderen gibt, für sich selbst anzuwenden. Ein Ansatz wäre beispielsweise das Durcharbeiten der Limann-Reihe "Die Berechnung von Drosseln, Netztransformatoren und Nf-Ubertragern Von Ingenieur Otto Limann" (Funkschau 1958 Heft 1 bis 5)
Eine weitere Maßnahme wäre das Lesen der Beiträge, auf die man antwortet.
Nun zur Sache:
Zitieren:Netztrafos haben durchaus brauchbare Induktivitäten der 220(230)V Primarwicklungen
Nein, für den Fall des hier besprochenen Detektors trifft das nicht zu. Daher auch die Notbehelfs-Vorschläge im Netz, mehrere ELA-Übertrager in Serie zu schalten. Man kann das leicht ausrechnen: Der auch von mir gerne verwendete Omnitronic oder Conrad-10W-Ela-Übertrager hat eine Induktivität von etwa 10 H https://www.b-kainka.de/roehren/trafos.h...m%20Gleichstrom.
Selbst bei 1000Hz (Sprach-Mittenbereich) ergibt sich ein Blindwiderstand von 63 kOhm. https://www.redcrab-software.com/de/Rechner/Elektro/XL Eine viel zu hohe Belastung des Detektor-Kreises, wenn man den hochohmig für maximale Detektor-Dioden-Leistung anpassen will. Der Blindwiderstand soll ein mehrfaches des Nutzwiderstandes sein, erst bei 50H landet man bei über 300 kOhm, dem dreifachen der anvisierten 100 kOhm-Anpassung.
"Nur" deshalb, weil die Induktivität bei einem Trafo / Übertrager quadratisch mit der Windungszahl wächst, eine Verdopplung der Windungszahl bedeutet vierfache Induktivität.
Problem ist, das man nicht einfach die Windungszahl erhöhen kann, weil dann die Wicklungs- kapazität steigt und damit die dielektrischen Verluste.
Deshalb schreibt Mende in "Zeitgemäßer Detektorempfang":
Zitieren:Eine andere, mehr theoretische Möglichkeit, die Bedämpfung des Kreises durch den Kopfhörer zu veringern, ist die Verwendung eines Anpassungsübertragers nnch Bild 10, dessen Primärseite an den Resonanzwiderstand des Kreises und dessen Sekundärseite an die Kopfhörerimpedanz angepaßt wird. Bei dieser Schaltung wird auch der Wirkungsgrad des Detektors besser, der nach Untersuchungen von Reyner erst bei äußeren Widerständen von über 100 kOhm ein Optimum erreicht. In der Praxis wird dieser Vorschlag an der schwierigen Konstruktion des Übertragers, die zumindest für den üblichen Rundfunkempfang in keinem Verhältnis zum Erfolg steht, scheitern.
Soweit also zu den "Grundlagen"
Der am Anfang vorgestellte Übertrager speziell für Detektorzwecke besitzt also eine 4-Scheibenwicklung zur Verringerung der Verluste und einen großen Kern. Der wurde aus einem 50 Watt-omnitronic-Ela-Übertrager gewonnen. Ein einfacher Praxis-Test: Damit wird der Übertrager für Detekotzwecke brauchbar: Hört man einen Sender mit diesem Übertrager und schaltet einen 10W-Ela-Übertrager parallel, bricht das Signal sehr stark ein.
Hört man umgekehrt das dann sehr viel leisere Signal mit dem ELA-Übertrager und schaltet den selbstgewickelten hinzu, dann geht die Signal-Stärke nicht zurück.
Der EL48-Übertrager mit jetzt wechselseitig geschichteten Blechen lässt das Signal nur etwas absinken. Das ist ein guter Kompromiss für den einfachen Detektor, der dennoch Fernempfang ermöglichen soll.
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