hallo! Die erfolgreichen Vorversuche an dieser Stelle https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...8&page=2#16 waren Anlass, den Fernempfangs-Detektor nochmal etwa anzupassen und an dieser Stelle in gebündelter Form einzustellen.
Die beiden Stäbe sind nun waagegrecht angeordnet, die MW-Wechselspulen wie folgt hergestellt:
-2 Lagen Papier (mit etwas Luft wg. Krümmung und Toleranzen der Stäbe) -Im Ofen bei 110°C trockengebacken und dann in Parrafin bei dieser Tempferatur getränkt. -2 Lagen Teflon-Band im Gegensinn zur geplanten Wickelrichtung (Die Enden dienen so gut zur Fixierung der Litze) -HF-Litze mit Anzapfung bei 3/4 der Gesamtwindung. - Litze nicht getränkt oder lackiert.
Ein 6mm Buchenholzstab (ebenfalls mit Teflon-Band umwickelt) besitzt Einkerbungen gegen Verdrehen der Kontakte, die mit selbstklebenden und verzinntem Kupferleitband gemacht wurden.
Teflon als Werkstoff wäre natürlich etwas besser, aber es sollte wieder mit "alten" Materialien und Methoden gearbeitet werden.
So sind die Träger für die Ferritstäbe aus Holz, einige Stunden im Ofen durchgetrocknet und gründlich paraffiniert, so dass es keine Feuchte aufnehmen kann, was die dielektrischen Eigenschaften wieder verschlechtern würde.
Schaltung Verlustarmer Aufbau wurde beibehalten, keine Schalter, kurze Verbindungen, möglichst wenig Kontakte. Behelfsantenne direkt senkrecht 3m zur Spule. Nur für den Außeneinsatz und Außenantenne ist eine Antennenklemme zwecks Zugentlastung vorhanden.
Die Spulen haben nur eine Anzapfung bei 3/4 für hochohmigen Abgriff oder (gedreht) bei 1/4 für niederohmigen Anschluß des Detektors. Im primären Antennenkreis sind 2 Induktivitäten bei einer Spule wählbar, die "angehängten toten Windungen" sorgen zwar für messbare Verluste, sind praktisch aber ohne Bedeutung.
Hinzugekommen ist eine statische Abschirmung des Kastens im NF-Teils (ab Diode), weil sonst Brumm-Einstreuungen auftreten, denn die NF liegt bei maximaler Nachverstärkung bei nur 3 mVpp. Die BBC würde bei dieser Einstellung auch tagsüber den Verstärker stark übersteuern. Schon aus diesem Grund kommt auch nur ein batteriebetriebener Kopfhörer-Verstärker in Frage.
Variable Kopplung Im Gegensatz zu Schalenkernen haben die Ferritstäber ein großes Streufeld, so dass genauso wie bei den alten Detektor-Empfängern mit variabler Kopplung gearbeitet werden kann. Bei größerer Entfernung erhält man zwei recht scharf abstimmbare Kreise, bei geringerer Entfernung maximale Lautstärke und bei zu geringer Entfernung hat man einen "Doppelhöcker-Effekt" wie bei einem ZF-Filter.
Arbeiten an der Behelfsantenne Die Zickzack-Drahtantenne (20m 1,5 mm²) im Kriechboden mit darunter liegendem Gegengewicht hat eine Kapazität von etwa 250 pF. So kann die übliche Serien-Schaltung ("Schaltung kurze Wellen") wie bei einer großen Antenne durchgespielt werden.
Es ist aber wegen der kleinen HF-Spannungen nur nachts an empfindlichen Hörer starke Stationen gut hörbar. Mit hoher NF-Nachverstärkung dagegen kann die SD101C-Detektor-Diode hochohmig an 330 kOhm mit ausreichendem Pegel gefüttert werden, geschätzt etwa 60mVpp für "radio caroline" auf 648kHz tagsüber. Der einstellbare Vorstrom der SD101C ist zwingend, an einem bestimmten Punkt (40mV am 330 kOhm-Widerstand mit parallelem Oszi) steigt die NF-Spannung erheblich an, um bei höherem Strom dann wieder extrem abzufallen.
Im optimalen Arbeitspunkt ist der differentielle Innenwiderstand der Diode also optimal an die Last angepasst.
Spulen-Windungszahlen Etwas abhängig von Ferritstab-Länge. Für großes L-C-Verhältnis 100 Wdg. unter MW-Bereich bis 60 Wdg. für den oberen Bereich. Für die 100 Wdg-Spule wird im primär-Kreis z.B. die für den darüberliegenden Bereich verwendet.
Empfangsversuche Dachboden-Antenne, mit NF-Nachverstärkung: Selektion fast wie beim normalen Super, nur "Zweiknopf-Bedienung". Sender auch knapp überm Grundrauschen empfangbar. Kopplung "unterkritisch", d.h. unterhalb maximaler Lautstärke. Die hohe Güte der Kreise mit geringer Belastung macht's möglich, umfasst man den Antennendraht und stellt den Antennenkreis nach, ist der Sender kaum noch zu hören.
Detektor-Empfang; Doppeldraht ca 14m, Aufhängepunkt 10m Höhe, Anpassungs-Trafo, modifizierter 32 Ohm In-ear Hörer. Tagsüber die beiden hier (JO43IV) überhaupt hörbaren "Caroline" und "BBC5 live" auch mit modifiziertemhttps://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/thread.php?board=3&thread=130&page=2#19 Gute Erdung wichtig. "In Ear-Hörer" und verlustarmen Übertrager gut, gegen Abend weitere britische und andere Stationen. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...mp;thread=158#1
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Wenn der Detektor-Fan gleichzeitig Radio-Liebhaber oder gar Radio-Sammler ist, hat er den für MW in Form eines Koffer-Radios mit Ferritstabantenne in 99,5% aller Fälle bereits stehen.
Nach Verbesserung der Antennen-Erdung und einigen neuen Radials kam heute "Radio ???" bzw. "Radio Seagull" an die Hörgrenze, auch wenn nur (noch) extrem leise.
Problem: es ist nur dann etwas zu hören, wenn beide Kreise, also der primäre Antennen-Kreis und der sekundäre Dioden-Kreis exakt abgestimmt sind. Gleichzeitig muss die Vorspannnung der Diode stimmen.
Fölgende Vorgehensweise erwies sich als sehr nützlich:
- Sekundär-Kreis abseits der Empfangsfrequenz einstellen. - Diode abstecken - Antennen-Zuleitung etwa 50 cm über dem Radio so plazieren, dass die Richtung mit den Wicklungen des Radio-Ferritstabes übereinstimmt (90°-Winkel zur Ferritstab-Achse) Der Ferritstab des Radios darf nicht mit den Spulen des Detektors koppeln.
Das sieht bei diesem Ferritstab-Detektor von oben gesehen dann so aus:
- Den gewünschen Sender im Radio einstellen (hier 747 kHz, Harlingen, 100 Watt, 230 km) - Primären Antennen Kreis auf Resonanz abstimmen. Maximale Lautstärke im Radio Die Lautstärke steigt wegen der Leistung der Hochantenne erheblich an. - Den sekundären Kreis abstimmen, und zwar jetzt auf lautstärke-Minimum. (Geht das nicht, kann der Kreis die Zielfrequenz nicht erreichen oder irgendwas ist "faul"
-Diode einstecken Die Lautstärke steigt etwas an, wenn der Kopfhörer-Übertrager angepasst ist. -Antennendraht wieder von Radio entfernen.
Die Abstimmung des Detektors ist jetzt exakt und seine Funktion im Wesentlichen überprüft.
Wieder mal eine alte Methode die sich gut adaptieren lässt. ---- Wenn man den Hörer bespricht, kann man übrigens sehr hübsch Karaoke im Kofferradio machen... ---- Nachtrag (zum Detektor-Empfang): 747 kHz Mittags ist "Radio Emmeloord" an der Grenze zur Sprachverständlichkeit, der LPMA-Sender hat beeindruckende 30m-Masten- https://petersdxcorner.nl/netherlands/qs...eloord-747-khz/ Hörer ein selbstgebauter Stetophon-Hörer aus einem Druckkammer-Treiber und selbstgewickeltem Übertrager. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...mp;thread=158#5 Abends "Radio Seagull" am Radnde der Sprachverständlichkeit. Sender vermutlich "Jenni Baynton", die in Harlingen liegt. https://radioseagull.com/#listen_info.html
Vergleich Tagesempfang mit Web-SDRhttp://dl4eeckiwi.proxy.kiwisdr.com:8073/ Caroline, 748 kHz : -82 dBm, gute Sprachverständlichkeit BBC5live , 693 kHz : -73 dBm, komfortabler Empfang. Mit 400 Ohm-Hörer wie Caroline Emmeloord, 747 kHz : - 96 dBm, sehr leise. Mit 4000 Ohm-Hörer nicht nachweisbar.
Vorspannung Diode bei starkem Signal Bei stärkerem Signal bringt die Vorspannung der SD101C keinen Lautstärkegewinn. Es sind aber die Verzerrungen hörbar geringer.
unterkritische Kopplung bei starkem Signal Abends sind die Signale sehr stark. Radio Caroline sehr laut, so dass die Kopplung noch loser gemacht werden kann als bei Tages-Empfang. Der Empfänger ist dann sehr trennscharf und es lassen sich benachbarte Sender unterschiedlicher Stärke gut trennen.
Fazit: Man sollte beim Detektor auf keinen Fall auf eine variable Kopplung verzichten.