Ein Philips 2312 (von unsrem Matt) 25 MHz Zweikanal-Oszi, ein Hameg HM 412, Bandbreite 0-20MHz habe ich in meiner Werkstatt. Damit möchte ich die empfangenen Kurzwellenfrequenzen bei meinem gebastelten Kurzwellenempfänger messen. Auch würden mir die Messungen beim anfertigen der richtigen Spulen für verschiedene Bänder helfen. Wie soll ich bei solchen Mesungen vorgehen und wo soll ich anfangen? Tastköpfe habe ich 1:1 und 1:10. Ein passendes Kurzwellenreferenzradio fehlt mir leider. Es würde mich freuen, könnte mir einer Ratschläge und Tips geben. Nach meinem Stereo-Verstärker, habe ich nun endlich einen begonnenen Kurzwellenempfänger fertig gebaut. Das Gras beginnt zu wachsen, der Garten ruft bald zur Pflege, die Bastelaktivitäten werden dann bis Herbst weniger, da möchte ich noch das eine oder andere Projekt fetigstellen.
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kurze Zwischenfrage: was hast du denn noch an Messgeräten auf dem Tisch?
Ein Oszi ist eigentlich nicht dafür vorgesehen, er zeigt dir die Schwingungen, ihre Höhe (Signalstärke) und die Form der Amplitude an. Ausnahmen gibts wie so oft auch hier: einige Exemplare haben eingebaute, oder als Einschub Frequenzanzeigen (Zähler) o.a. Spektrumanalysatoren.
Beschreibung eines einfachen Verfahrens zur genauen Messung der Empfangsfrequenz:
Einen simplen Eigenbau Testsender (5 Bauteile, 15min Bauzeit) mit einem Frequenzzähler verbinden und durchstimmen bis das Radio ihn empfängt, dann die Frequenz ablesen. Bei gut kalibrierten Mess-Sendern mit glaubhafter Skala kann der Zähler weggelassen werden.
Alternative, nur für Superhet: mit Frequenzzähler den Oszillator messen, die Differenz seiner Frequenz zur bekannt hohen ZF ist die Empfangsfrequenz.
Der Oszi kann eine Frequenz grob abschätzen, er lenkt ja mit konstantler Geschwindigkeit ab, so daß durch Auszählen der Amplitudenanzahl in etwa die Frequenz bestimmt werden kann.
Meine anderen Mesgeräte sind 1 Röhrenvoltmeter, 1 Multizet und ein Digital-Multimeter. Einen Frequenzmesser habe ich leider nicht. Aber ich habe noch ein Grundig-Oszi MO20-20MHz, das ich eventuell gegen ein Frequenzmessgerät tauschen würde. Somit könte ich die von Dir vorgeschlagene Messmethode anwenden. Hast Du einen Plan für den kleinen Testsender?
Spule + C nach Bedarf, probier für KW mal 15 Wdg + ca 100pF
vorn am Kringel kannst du über 0,1µF Koppel-C einen Ton einspeisen wenn nötig. Beim Aufbau die Verbindungen der Bauteile kurz halten (keine Kabel legen)
mit dem Oszilloskop lassen sich Frequenzen grob messen, wenn man sich den Zusammenhang f=1/T ansieht. Dabei beutet f Frequenz und T Periodendauer. Je nachdem, wie genau man eine Periode (vollständiger Schwingungszug) messen kann, so genau wird das Ergebnis ausfallen.
Bsp: 1 Sinusschwingung dauert genau 20ms, dann folgt daraus eine Frequenz von 50 Hz. Die Dauer ermittelst du aus dem eingestellten X-Ablenkkoeffizienten (z.B ms/cm) und dem Bildschirmstrichraster.
Du siehst, es klappt ganz einfach, allerdings ist die Genauigkeit abhängig von der Messung, wie lange eine Schwingung dauert; Tastkopfteiler bleibt dabei unberücksichtigt, da sich dieser nur auf die Amplitude (Y-Wert) auswirkt.
Genaue Frequenzmessungen würde ich eher mit einem F-Zähler, Dip-Meter oder wenn es unbedingt ein muss - mittels Generator und Oszilloskop über die Lissajous-Figuren vornehmen. Bei letzteren lassen sich dann auch noch Phasenbeziehungen ermitteln; für deine Aufgabe allerdings braucht man das nicht.
Also bis ich einen Frequenzmesser besitze, werde ich mit dem Oszi messen und rechnen. Vorläufig zum ungefähren ermitteln der empfangenen Frequenz wird das ausreichen. Gerne möchte ich noch wissen an welchen Punkten der beigefügten Schaltung ich den Tastteiler ansetzen soll. Meinen Dank, den bisherigen und zukünftigen Beratern zu diesem Thema.
der Tastteiler stellt einen Kondensator gegen Masse dar, ca 10pF, er wird somit den Empfänger verstellen. Bei Rückkopplungsempfängern kommt erschwerdend hinzu daß da auchnoch die Rückkopplungsfrequenz ist. Ich rate zum Prüfsenderchen.
nette Grüße Martin
p.s. die einfachste Methode ist Radiohören. KW Sender nennen immerwieder ihren Namen und die Frequenz.
prinzipiell lassen sich mit dem Oszilloskop wie beschrieben Frequenzen messen, allerdings dürfte die Genauigkeit nicht ausreichen, beim Empfänger rel. dicht zusammen liegende Sender zu identifizieren. Daher würde auch ich warten, bis der Stationsname genannt wird - das ist dann eindeutig. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zusätzlich auf einem Digitalempfänger die empfangene Frequenz abzulesen.
Hallo Martin Erstmal Danke für den Plan. Aber dafür brauche ich einen Frequenzmesser. Ob der Wert meines gebrauchten Oszis mit dem Wert eines gebrauchten Frequenzmessers verglichen werden kann weiss ich nicht. Auch müsste ich einen Tauschpartner finden. Darin kenne ich mich zu wenig aus. Ein Frequenzmesser wie er oft bei Multimessgeräten zu finden ist, könnte zu ungenau sein. Oder sehe ich das falsch? Das mit dem Radiohören ist auch eine Möglichkeit.
Hallo Manfred Mikesch, wenn Du mal hier nach "Gridipmeter Kapitel 1" und danach Kapitel 2 suchst findest Du eine sehr genaue Möglichkeit eine Frequenz auszustrahlen um damit einen Empfänger zu eichen!Nicht nur mit Steckspulen kann man das Gerät betreiben,sondern auch mit Quarzen,wobei die digitale Anzeige auf 1Khz. die Frequenz anzeigt.
Nach einer Einbrennzeit von rd.20 Minuten ist die eingestellte Frequenz stabil und eignet sich hervorragend zur Frequenzkontrolle!!!