Ganz einfache Ätzmaschine für Platinen selbst gebaut
Hallo zusammen,
für das Ätzen von Platinen soll man die Ätzflüssigkeit (meistens Natriumpersulfat oder (Eisen(III)sulfat) schwenken, wenn man in einer Kunststoffschalte ätzt. Das Schwenken habe ich jetzt einer Maschine überlassen:
Ein alter Getriebemotor aus einem Kaffeeautomaten, eine M6-Gewindestange, Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, ein Holzbrett und fertig ist der Schwenkapparat, dessen Achse sich mit etwa einer Sekunde / Umdrehung dreht. Gespeist wird die Anordnung mit einem 3 Volt-DC-Steckernetzteil. 500 mA reichen. Das eine Ende der Gewindestange musste ich zu einem Vierkantprofil feilen, damit es in die Motorachse passt.
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Re: Ganz einfache Ätzmaschine für Platinen selbst gebaut
Ein Update: Ich habe an der Ätzmaschine einige Verbesserungen vorgenommen. Die hervorstehenden Schrauben habe ich entfernt und durch Holzleisten ersetzt, die ich mit Heißkleber befestigt habe. Sie verhindern, dass die Kunststoffschale seitlich verrutscht, und sehen außerdem besser aus. Mit den beiden verbliebenen Schrauben lässt sich die Höhe justieren. Das Quietschen konnte ich mit etwas Öl beseitigen, die Maschine läuft jetzt angenehm ruhig. Einige Stellen habe ich entgratet, das verringert das Verletzungsrisiko und erhöht die Betriebssicherheit. Die Drehzahl ist so optimiert, dass die Welle in Resonanz schön nach links und rechts wandert. Getestet habe ich mit unterschiedlichen Flüssigkeitsständen. Das Ergebnis einer Probeätzung kann sich sehen lassen. Die Qualität ist immer noch hobbymäßig, für die Funktionalität aber völlig ausreichend. Eine kostengünstige Lösung, wenn man nur alle paar Monate eine Platine herstellt.
Übrigens gibt es kleine Heizflächen "Silicone heater pad 12 Volt, die man unter die Schale kleben könnte. Sie sind zum Beispiel über chinesische Billigversender erhältlich. Natürlich dürfen sie nicht den Kunststoff zum erweichen bringen. Zur besseren Wärmeverteilung kann man zusätzlich eine Blechplatte einbauen, auf die die Kunststoffewanne liegt. Unter dem Blech kann man die Heizfläche befestigen. Das beliebte Natriumpersulfat benötigt eine Temperatur zwischen 40 und 50 Grad Celsius. Es lässt sich also noch was optimieren.
Re: Ganz einfache Ätzmaschine für Platinen selbst gebaut
hallo Volker heute jat fast jede/r ein Heißluftgebläse auf dem Tisch, ich mein die Teile zum löten. Also einfach einen Halter drüber und die warme Luft auf das Bad blasen. Ist schon alles einstellbar, Temp und Luftmenge. lG Martin
Re: Ganz einfache Ätzmaschine für Platinen selbst gebaut
Hallo zusammen,
Volkers Beitrag erinnert mich noch an meine Lehrzeit als Rundfunk+Fernsehtechniker. Für meine Gesellenprüfung hatte ich eine Digitaluhr gewählt. Die Platine hatte ich mittels Photolack erstellt. Da ich keine spezielle Lampe für die Belichtung hatte, verwendete ich 'Die Sonne'. nach einigen Versuchen hat es dann auch gut funktioniert. Das Problem war die Belichtungszeit. Ich musste die Lichtintensität abschätzen. Später habe ich dann eine spezielle Lampe zur Belichtung und zum ätzen eine ISEL-Ätzanlage verwendet. Das Gerät besitze ich immer noch, aber ich habe es schon lange nicht mehr verwendet. Eine Pumpe ist defekt. Vor ein paar Jahren bin ich im Internet auf eine andere Methode gestossen. Hierfür verwendet man ein Papier (Werbeprospekt) dessen Druckfarbe Nitro-löslich ist. Das Papier bedruckt man mit dem Layout (!negativ) mit einem Laserdrucker. Danach legt man das bedruckte Papier auf die Platine und befestigt es mit Tesafilm. Jetzt beträufelt man es mit Nitro, oder Nagellackentferner und überträgt die sich ablösende Farbe unter Druck (z.B. Gummiwalze) auf die Platine. Die Zwischenräume zwischen den Leiterbahnen werden nicht übertragen, da dies hier der Toner verhindert. Ich habe allerdings seit Jahren keine Platine mehr geätzt. Vielleicht versuche ich es mal wieder.