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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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SRM-Funkentelegrafie
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27.08.15 22:23
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

27.08.15 22:23
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

Hallo zusammen,

hier für den damaligen HF- Anwendungsfall. http://www.radiomuseum.org/r/telefunken_...mperemeter.html
und das in mA!

Gruß

Joerg

!
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27.08.15 22:54
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

27.08.15 22:54
nobbyrad58 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

Hallo Bernd, Hallo Mark!

Bei der Durchsicht des obengenannten Buches bin ich auch auf die Verwendung von Thermoelementen zur Strommessung im HF Bereich gestoßen. Der Hitzdraht ist mit dem Thermoelement verbunden.
Das führte zur Thermokreuzbrücke mit der Grundschaltung einer Wheatstoneschen Brücke, mit Stromkompensation.
Allerdings waren diese Brücken, zumindest damals für Ströme bis 100 mA Hochfrequenzstrom gedacht.

MFG Nobby

22.09.15 20:00
MIRAG 

WGF-Premiumnutzer

22.09.15 20:00
MIRAG 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

Hallo zusammen,

ich habe lange nichts von mir hören lassen, aber habe, mit krankheitsbedingten Unterbrechungen mich mit der Theorie auseinander gesetzt. Mann mann mann, ist das ein schickes Thema
Bin im GFGF Archiv auf einiges an alter Literatur gestoßen.

Jetzt habe ich mal eine Frage. Ist eigentlich nun hundertprozentig schlüssig, wie ein Fritter genau funktioniert? In der Literatur stoße ich auf Widersprüchliches. Mal ist es das Dielektrikum, Ionisation, Elektromotorische Kräfte, Schwarze Magie oder sonstwas. Irgendwo hat jede Theorie, auf die ich gestoßen bin einen Haken.

Mein Induktoraufbau funkioniert ganz gut. Einen anderen Endtransistor muss ich aber trotzdem noch einbauen. Mein Jetziger stirbt beim zu langen Experimentieren den Hitzetod (für einen größeren Kühlk. reicht der platz nicht...) und ist auch von den Werten her nicht das beste. Ich denke, ein BU 2725 sollte da besser gehen.
Wenn dann die Areb war, kann ich dann richtig ans basteln gehen, da bekommt man auch teile, die im Inet selten sind.

Hat sich mal jemand an einem selbstentfrittenden Hg-Fritter versucht?

Zuletzt bearbeitet am 22.09.15 20:04

22.09.15 21:29
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

22.09.15 21:29
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

Hallo Mark,

setze doch bitte mal paar Links zu der Literatur.

Der Fritter funktioniert mit aal Dem außer Schwarzer Magie - Fritter ist schon die Erklärung - Mikroverschweißung.

Das Thema Transistor sind halt die Fallen, wenn man die Theorie übergeht. Mir ist das in Deinem Alter auch so gegangen, weil man bastelt ohne die Theorie zu verstehen.

Frage: Warum wird der Transistor zu heiß ?
Wird er richtig angesteuert, hat er eine zu hohe Sättigungsspannung, Strom zu hoch, Spule zu weit in der Sättigung .
Oder ist einfach die Kühlfläche zu klein - dann hilft ein stärkerer Transistor auch nichts - die Verlustleistung muß abgeführt werden.
Eventuell ist ein Hochstrom-FET bei einer kleinen Kühlfläche die Lösung.

Viele Grüße
Bernd

22.09.15 23:51
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

22.09.15 23:51
joeberesf 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

Hallo Mark,

die alten Erklärungen zum Vorgang des Frittens sind nur Theorien, welche den damaligen
Kenntnisstand zur Grundlage haben. Deswegen sind die Erklärungen, ähnlich denen zur Gleichrichtung
eines Detektorkristalls, widersprüchlich. Zur Erklärung des Gleichrichtervorgangs gab es z.B. 1924 noch drei
Theorien. Nachzulesen in Hanns Günther "Der Kristallempfänger" Thermoelektrische, elektrolytische und elektrostatische Theorie. Da der Fritter da schon veraltet war, hat sich keiner mehr um die genauen physikalischen Prozesse gekümmert.

Meine Theorie, aufgrund eigener Beobachtungen, lautet in etwa so;

Beim Fritter entsteht eine Mikroverschweißung wie Bernd schon anmerkte. Aber was ist das aus heutiger und amateurwissenschaftlicher Sicht? Die angelegte Wechselspannung bewirkt auf der einen Seite der Elektroden einen Elektronenüberschuss und auf der anderen Seite einen Elektronenmangel im Takt des angelegten Wechselfeldes (Frequenz). Natürlicherweise will sich hier ein Ausgleich einstellen und die Elektronen von Plus nach Minus wandern (technische Stromrichtung). Physikalisch hat der Minuspol den Elektronenüberschuss, da diese ja negativ geladen sind ( Physikalische Stromrichtung). Durch den Abstand zwischen den kleinen Metallspänen/ Körnern kann aber kein Stromfluss stattfinden, da die Strecke hochohmig ist. Dies liegt einerseits an den vielen nicht richtig kontaktierten und losen Metallspänen und andererseits an einem dünnen Oxydhäutchen auf den Metallspänen. Um ein weiteres Oxydieren zu verhindern, hatten die damaligen Fritter ein Vakuum. Denn so dicker die Oxydschicht wird, um so unempfindlicher wird das Teil. Auch die Elektrodenflächen sind davon betroffen. Hohe Leitfähigkeit sollte hier gegeben sein...also um so edler das Metall der Elektroden, um so besser die Kontaktierung. Erhöhst Du nun die HF- Wechselspannung an den Elektroden, nimmt die negative Ladung weiter zu und die ersten freien Elektronen wandern in die Strecke und lösen einen Lawineneffekt aus.
Die eindringenden Ladungsträger verkürzen aus meiner Sicht die Isolationsstrecke und die Elektronen können den Fritter durchfluten. Die Strecke wird also durchbrochen. Dabei werden durch die Krafteinwirkung der Ladungsträger, die einzelnen Metallkörner angezogen und bleiben so auch nach dem Ausschalten der HF- Wechselspannung. An den Kontaktstellen gibt es mikroskopische Verschweißungen, die mit wachsender Stromstärke um so höher ausfallen (Fritten). Um die Strecke wieder hochohmig werden zu lassen, müssen die Metallteilchen mechanisch bewegt werden...das übernimmt der Klopfer. Der Fritter wird eigentlich mit einer DC- Arbeitsspannung so vorgespannt, dass er noch gut sperrt. Den Durchbruch übernimmt dann der Wechselstromfluß der eingefangenen HF. Das schreibe ich deswegen, da obwohl der Fritter nur auf eine Wechselspannung reagiert, der Einfluss der angelegten DC- Spannung nicht unerheblich auf das Fritten ist. So empfindlicher das Relais im Fritterkreis, um so geringer kann die Fritterkreisspannung und um so kleiner kann der Abstand der Fritterelektroden sein. Entscheident ist dann aber auch das verwendete Spänematerial und die verwendete Körnung. Bei hoher Empfindlichkeit des Fritters, reichen schon die Induktionsspannungen aus den anderen Relais, um das Teil dürchzuzünden. Die Krux ist, dass bei der Beklopfung sich der Fritter wie ein öffnender Schalter verhält und eine Selbstinduktiion im Schwingkreis auslöst. Ist diese gedämpfte Wechselspannung zu groß, dann schaltet das Teil gleich wieder durch. Die Frequenz dieses Vorgangs hat genau die eingestellte Empfangsfrequenz des Schwingkreises. Aus DC wird AC....Der Empfänger wird zum Oszillator! Die gedämpften Schwingungen haben den Takt des Klopfers. Das kannst Du Dir am Oszi ansehen. Es gibt also eine natürliche Grenze, welche abhängig ist von der angelegten Fritterkreisspannung und dem Abstand der Elektroden. Man kann hier tricksen und den Fritter sehr hochohmig betreiben. Es wird ein Widerstand seriell eingeschliffen, damit sinkt der Strom und gleichzeitig die beschriebene Selbstinduktion im Schwingkreis. Voraussetzung ist ein super empfindliches Fritterrelais welches noch mit sehr kleinen Spannungen funktioniert.

MIRAG:
Hat sich mal jemand an einem selbstentfrittenden Hg-Fritter versucht?

Im Funkentelegraphiebeitrag taucht das Teil auch auf. Der Quecksilberfritter ist nicht sehr stabil in seiner Funktion und wurde von Marconi bei seiner Atlantiküberquerung benutzt. Ich kann Dir dazu ein paar Blätter von B. Bosch scannen. Er wurde nicht für einen Relaisempfänger genutzt, sondern war für den Hörempfang konzipiert. Die maximale Empfindlichkeit lag etwa 10x höher und hatte um 50mV. Diese sehr hohe Empfindlichkeit ist in einem Relaisempfänger nicht zu gebrauchen oder beherrschbar.

Gruß

Joerg

Zuletzt bearbeitet am 23.09.15 22:19

23.09.15 22:16
MIRAG 

WGF-Premiumnutzer

23.09.15 22:16
MIRAG 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

Hallo Joerg, hallo Bernd,

Links zur Literatur. Du bist gut, Bernd
Jahrbuch der drahtlosen Telegraphie und Telephonie von 1907, S. Hirzel Verlag Leipzig.
Habe auch noch weitere Bücher gelesen, aber da standen einige dieser Theorien drin.

Zu dem Transistor, das war irgendeiner aus der Bastelkiste, der Strom war, ich meine nach dem Datenblatt geschaut zu haben, zu hoch. Ich hatte schon ein bisschen mit einem Bekannten darüber geredet, der meinte, nimm einen BU508 oder was ähnliches.

Das mit den Theorien hätte ich mir auch denken können. Das man sich da nicht schlüssig ist und das eher ein Fischen im Trüben mit dem damaligen Kenntnisstand ist...
Danke für die umfangreichen Erklärungen. Ich werde das evtl. auch noch ein wenig erforschen, wenn mir die Zeit bleibt. So ungefähr, schwammig, dachte ich das auch. Deine Erläuterungen haben mir den Sachverhalt um einiges deutlicher gemacht.

23.09.15 23:19
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

23.09.15 23:19
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: SRM-Funkentelegrafie

MIRAG:
Hallo zusammen,
Bin im GFGF Archiv auf einiges an alter Literatur gestoßen.

Hallo Mark,

na und Du bist auch gut . Ist das eine Bücherei ? - woher soll ich das wissen, bin nicht im GFGF, wo heute fast alles digital ist.

Viele Grüße
Bernd

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