Empfangsfeldstärke SAQ Unterschiede. Wassis hier los, wassis passiert ?
Hallo,
Auf die diesjährige Weihnachts-Ausstrahlung erfolgten interessante Rückmeldungen, auch langjährige und erfahrene Beobachter u.a in Deutschland konnten die Sendung nicht wie gewohnt "aufnehmen".
Trotzdem gingen einige Empfangs-Rückmeldungen auch aus den USA ein, sogar aus Texas. An dem eigenen Standort, in etwa 430 km Entfernung von Grimeton, war "alles wie immer". Was geht hier ab ?
Grund, sich zunächst den Antennenstrom anzuschauen, auch wenn das Instrument ungünstig im unteren Viertel anzeigt, aber auf einigen Videos ist er recht gut zu erkennen:
Auf der Suche nach einer möglichen Erklärung wurde im Netz u.a. eine Ausgabe der "Proceedings" von 1957 gefunden, hier sind einige (leider eher wissenschaftlich) verfasste Artikel zu finden, die zumindest eine ungefähre Vorstellung ermöglichen:
- Über etwa 1500 km wird das Modell des "Ionosphärischen Wellenleiters angewendet, man rechnet mit einem Abfall von etwa 3dB / 1000 km.
- Sonnenaufgang und Sonnenuntergang spielen eine starke Rolle, Aufzeichnungen darüber gibt es schon vor 1920 (z.B. Nauen in den USA)
- Die Bodenwelle nimmt ab "Sichtweite" langsam ab.
bis etwa 1500 km wird es kompliziert. - In etwa 70km reflektiert die D-Schicht und auch der Erdboden bzw. Seewasser die sehr langen Wellen, am Emfangsort kommt es zur Überlagerung mit der Bodenwelle. Komplizierte Modelle wurden erstellt und stimmen gut mit den gemessen Werten überein.
Das sieht dann ungefähr so aus, die genauen Kurven kann man z.B. hier anschauen: h t t p s://www.worldradiohistory.com/Archive-IRE/40s/50s/IRE-1957-06.pdf
Wenn die Messungen aus USA auch hier in etwa Gültigkeit haben, würde es erklären, warum z.b. aus Nord-Italien teilweise so gute Rapporte kommen.
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Zu Testzwecken war eine Ferritstabantenne im Garten installiert, das RDL-Signal verschwand zeitweise fast vollständig im Grundrauschen.
Dies veränderte sich ebenfalls etwas.
Das lag aber nicht an mangelnder Empfindlichkeit des kurzen 12cm-Stabes, wie zunächst vermutet:
Auch das 50kM entfernte Kiwi-Web-SDR zeigte diese Schwankungen. Die beiden RDL- Transmitter auf 19,940 und 18,140 wurden auch unterschiedlich stark gedämpft, wie das obere Bild zeigt.
Re: Empfangsfeldstärke SAQ Unterschiede. Wassis hier los, wassis passiert ?
Hallo Martin, Nett gemeint, aber ich bin eher an den Frühwerken von Henry .... de Bellescize interessiert, PLL ist ja von ihm erst 1937 eingeführt worden. Sowas wie das hier, vermeidet Fehler im Aufbau. "Die Hochantenne herkömmlicher Art ist im Grunde genommen ein hervorragender Ableiter für Netzstörungen über den Antennenkreis" habe ich vor einigen Tagen in einer "Funkschau"-Ausgabe von 1970 gelesen. Bellescize war sowas schon 1917 klar.
Gesucht: Foto des Empfangsrahmens der Empfangsstation Villa Elisa für die Großstation Monte Grande (Rufz. LPZ) in Argentinien https://de.wikipedia.org/wiki/Funkstelle_Monte_Grande h t t p s://www.albinarrate.com/content/transradio/Revista%20Telegrafica%201924-01%20-%20Transradio%20Internacional.pdf Auszug:
Zitieren:In den Laboren der Compagnie Générale de Telegrafía sin Firegraphie in der Nähe von Paris werden seit mehreren Jahren Empfangsgeräte unter der Leitung des beratenden Ingenieurs des Unternehmens, Fregattenkapitän H. de Bellescize, dem ehemaligen Leiter der Abteilung für Drahtlose Telegrafiestudien des französischen Marineministeriums, erforscht.
. Die Alternatoren kamen von Telefunken. Mal so am Rande des Themas.
Zum Thema: Du hast das passende Zeug doch rumstehen, mach doch mal eine Feldstärke Messung bei der nächsten SAQ-Sendung.
Re: Empfangsfeldstärke SAQ Unterschiede. Wassis hier los, wassis passiert ?
das Gerät ist ein simpler Prüfgenerator den man nutzt wenn SAQ gerade NICHT sendet... Ich hab für den keine Aufgaben, Interessenten dürfen sich melden. Geht genau und bis 159,9kHz , hab auch sowas wie Burst gesehen.
Zu Feldstärkemessungen. Wenn man dazu kein kalibriertes Besteck hat ist alles irgendwie für die Katz du weist was ich meine. Hier gibts einen putzmunteren HFH mit Loopantennen, der kann das, aber erst ab 100kHz. Er wertet das dann aus nach dB/0,1µV
Für andere Sachen, sei es nun E108Lw4/7 ,selektive Pegelmessgeräte, Dpektrumanalysatoren, der ESIB oder auch nur das Kiwi, hab ich keine kalibrierten Antennen für den VLF Bereich. Zudem ist sowas auch eine Standortfrage, ich steh hier nicht im Beam sondern eher im Abseits, d.h. SAQ kommt nur schwach hier an.
Re: Empfangsfeldstärke SAQ Unterschiede. Wassis hier los, wassis passiert ?
Moin Martin,
Zitieren:Wenn man dazu kein kalibriertes Besteck hat ist alles irgendwie für die Katz du weist was ich meine.
Für den Hobby-Bereich scheint mir ein einfacher Vergleich völlig ausreichend zu sein. Dafür braucht es nicht viel: 1-Windungs Empfangsschleife, Ferritstab-Übertrager, 4 Transistoren, ein paar Batterien und der PC als SAQ-Empfänger zweckentfremdet. Optional ein zusätzlicher Siebkreis für maximales Ergebnis. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...7&thread=26
Damit wurde während des letzten Sonnensturmes RDL beobachtet, das Grundrauschen ("noise floor") stieg mit 10dB deutlich an. Jetzt ist sprichwörtlich alles im grünen Bereich und RDL macht tagsüber wieder 40dB SNR und es ist sehr ruhig geworden.
Zur Kontrolle ein "gutes" Web-kiwi-SDR in nicht allzu großer Entfernung.