Hallo zusammen, ein Detektorempfang ist in der Nähe starker UKW-Sender leicht zu demonstrieren. Bei mir sind es rund 3 km zum Berliner Fernsehturm. Mit kapazitiv abgestimmter Loop und zusätzlich einem Antennenstab kann man sowohl das H-Feld als auch das E-Feld im VHF Band II nutzen.
Der Stab speist am kalten Ende der Loop ein und transformiert so die Spannung im Schwingkreis zusätzlich, ohne die Bandbreite zu beeinträchtigen. Die Diode ist eine Shottky BAT 15-03W. Der Drehko dient mit dem Stator als Gegengewicht, die Kapazität des Audiokabels bildet mit dem hochohmigen Eingang des kleinen Gitarrenverstärkers das NF-Siebglied. Eine Verstimmung bei Annäherung an das Kabel oder bei Anfassen des Stators findet nicht statt.
Beim Durchstimmen sind jeweils die beiden Maxima auf der Flanke der Resonanzkurve sehr gut wahrnehmbar. Diese Kombiantenne ist keine "Fuchsjagd"-Antenne, d.h. es entsteht eine Acht und keine Nieren- oder Herzform. Die Richtung der Loop ist bei den horizontal polarisierten UKW Sendern flach zum Sender auszurichten und der Stab auch horizontal und quer zum Sender. Auf einem drehbaren Stativ will ich noch entsprechende Versuche im Freien machen und die Distanz bis auf 10 km und mehr erhöhen.
Im Video ist die Ausrichtung nicht optimal gewählt, zum einen, weil sich im Gebäude ohnehin die Felder durch Reflexion und Beugung verändern, und weil das Ganze so besser ins Bild passt. Das Brummen bei einigen Sendern kommt von der Hausinstallation. Schwache Sender bis unter 5 kW sind auch zu empfangen, da lässt sich durch Ortsveränderung und drehen der Antenne immer ein Optimum finden.
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Hallo zusammen, nun kann ich die "Freiland-Feldversuche" starten. Zur Identizierung der Sender und der jeweiligen Empfangsfeldstärke wird ein Tecsun PL-360 genutzt. Habt ihr Vorschläge für Standorte in Berlin?
Je nach Gewicht des ganzen Equipments, könnte ich mir z. B. den Teufelsberg, aber auch den Insulaner, bzw. der "Mont Klamott" I'm Volkspark Friedrichshain vorstellen. Kaum, bzw. keine Beeinträchtigung durch Gebäude.
Hallo Lutz, der Insulaner mit 8 km Entfernung ist eine sehr gute Idee, vielleicht kann ich da sogar auf die Terasse des Observatoriums. Beim Bunkerberg im Friedrichshainer Volkspark wäre die Entfernung nur ca 1,5 km. Bei den zum Teil starken Sendern bis 100 kW muss ich dort befürchten, dass die maximale Spitzen-Sperrspannung der Diode von 4 Volt überschritten werden könnte. Zum Beginn versuche ich es mal beim Velodrom, etwa 3 km. Da werde ich vor allem nach den schwachen Sendern schauen.