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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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[Startbeitrag leer] Teerkondensatoren trockenkochen
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06.09.20 21:29
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

06.09.20 21:29
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

[ Startbeitrag leer ] Teerkondensatoren trockenkochen

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07.09.20 11:22
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

07.09.20 11:22
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: Teerkondensatoren trockenkochen

Hallo Jens,

irgendwo geistern hier auch Beiträge von mir und noch Jemandem herum, wo wir versucht haben die Cs mit Strom "auszukochen". Bei kleineren Cs trat auch wirklich eine Restromveringerung auf. Ein paar Solche habe ich noch in meinem Rubens im Klangregler und als Abblock-C. Die machen zwar noch keine Probleme, werde sie aber trotzdem noch auswechseln.

Denn neuere Versuche zeigten nur eine temporäre Verbesserung. Länger stromlos wurden sie wieder schlechter. Ich erkläre mir das mit der Bildung von Schwefelsäure beim Papierzerfall. Die Schwefelsäure und Feuchtigkeit bilden mit der Alufolie einen Elektrolytkondensator. Bei beaufschlagung mit Gleichspannung wird die Alufolie elektrolytisch oxidiert (formiert), der Reststrom sinkt. Polt man um ist der Restrom wieder voll da.
Das erklärt auch warum die Papier-Cs im Gerät teilweise noch funktionieren. Ist der Reststrom noch so gering, daß der Kondensator beim Anlegen der Spannung nicht zu heiß wird, wird er formiert. Das funktioniert aber nur an ausreichen niederohmigen Stellen.
An hochohmigen Stellen und an Stellen mit nur kleiner Spannung ist der Formierprozeß nicht vorhanden oder würde sehr lange dauern. Dort gibt es nennenswerte Arbeitspunktverschiebungen.
Und an Wechselspannung funktioniert es auch nicht.

Nun würde mich deine "Regenerierung" interessieren, wie lange die besseren Werte erhalten bleiben, vor allem bei Wechselspannung.
Den die Schwefelsäure bekommst Du nicht heraus.

Viele Grüße
Bernd

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

07.09.20 15:27
Axel 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.09.20 15:27
Axel 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Teerkondensatoren trockenkochen

Hallo Jens,

basteljero:
.
Stellt sich nur die Frage nach dem Wiederverschluss der Enden. Vielleicht schwarzes Silikon. Oder einen kleinen
Teerkocher-Aufsatz für den Lötkolben.

Eine gute Heissklebepistole mit schwarzen Klebesticks eignet sich auch sehr gut.
Nicht diese „Billigdinger“ mit wenig Heizleistung, dann zieht der Kleber Fäden, das ist dann immer irgendwie Sauerei.

Was noch prima geht, kleine Teerklümpchen in das offene Röhrchen legen und mit einem alten Lötkolben erhitzen.
Hier nicht den besten in der Bastelbude nehmen, obwohl sich der Teer gut wieder entfernen lässt.


Viele Grüße,

Axel

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Da will man endlich mal in Ruhe die Werkstatt aufräumen und was passiert?
...Man hat keine Lust.


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Zuletzt bearbeitet am 07.09.20 15:27

07.09.20 18:54
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

07.09.20 18:54
MB-RADIO 

WGF-Premiumnutzer

Re: Teerkondensatoren trockenkochen

Hallo Jens,

alte Elkos sind ja meist ausgetrocknet. Die mußt Du nicht noch zusätzlich trocknen, sondern mit Elektrolyt auffüllen. Aber meist sind die auch durch Korossion zerstört - wegen unsauberen Alu und eventuell auch Elektrolyten.

Für Gitterkondensatoren fülle ich in die Hülsen meist keramische Rohrkondensatoren.

Für den Wiederverschluß nehme ich originalgetreu wieder den Asphalt aus alten Cs oder die Vergußmasse aus der Erdkabelverlegung.
Bei Silikon muß es unbedingt das essigfreie Elektronik Silikon sein , was aber keine Abdichtung bringt - es verbindet sich nich mit den gewachsten oder asphaltierten Hülsen - ginge nur bei gut gereinigten Glasröhrchen.

Bei Heißkleber muß man darauf achten, daß der Kondensatorwickel auch die Temperatur aushält oder ihn vor direkten Kontakt schützt.

Viele Grüße
Bernd


Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

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