Habe gerade eine Philetta BD 233 U-K wiederbelebt. Ist im Testbetrieb am Trenntrafo, alles so wie es sein soll. Nur das Skalenseil und der Zeiger haben ein paar Stunden "genervt". Jetzt aber zum Thema: Die Musik und die Hörgewohnheiten haben sich seit 1953 / 54 doch erheblich gewandelt. Wer nicht nur 50 - 60 Jahre Musik hört, der kommt mit so einem Radio doch schnell an die Grenzen. Ein UKW Transmitter bringt auch 1 Live oder andere Signale an die Membrane. An dieser Stelle habe ich dann was modernisiert. Was wird von reversibel zu machenden Änderungen gehalten? Ich habe den originalen LS gegen einen passenden modernen Breitbänder getauscht, es passte. Die kleine Kiste bringt bei guter Zimmerlautstärke wirklich was. Außerdem habe ich den Klangfarbenkondensator C 60 am AÜ von 5 nF auf 2,2 nF verkleinert. Im Bild ist ober der neue und unten der originale LS. MFG Nobbyjavascript:$.markItUp( { replaceWith:''});
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Wenn du mich fragst: So eine Änderung ist ok wenn solche Geräte dann noch gut weiterverwendet werden können. Deine Änderung ist auch nicht gerade gravierend, wenn ein LS defekt ist bekommt man oft nicht den exakt gleichen und muss auch etwas anderes einbauen. Es gibt aber auch Geräte mit gutem Tieftöner (Telefunken Concertino 55TS). Der dort eingebaute hat ordentlich Wumms.
Die Änderung des Kondensators solltest du aber auf jeden Fall am Gerät dokumentieren.
Es gibt auch Fälle wo der LS schon vorher entfernt wurden. Sage nur Saba Greencone und Klangfilm. Hier bietet sich ein breites Betätigungsfeld ohne "Schuldgefühle" Eine Anpassung der frequenzabhängigen Gegenkopplung und von Hoch Tiefpässen sind da nötig. Ich weis nicht warum gute, aber technisch veraltete LS so begehrt sind.
Diese LS werden ja gerade aus den Röhrenradios wo sie gute Dienste verrichten entfernt und teuer weiterverkauft. Kann mir nicht vorstellen das die wieder in Röhrenradios eingebaut werden. Bei der Philetta war der alte LS ja ein Sparteil, das ganze Radio durfte nicht zu teuer werden. Solche Breitbänder wie der obere gab es ja nur als teure Teile für Geräte mit "hoher Klangtreue" den Vorläufer von HiFi.
Schaut euch mal bei einer bekannten Verkaufs und Versteigerungsplattfom um! Saba Radios mit grüner Pappmembran (Greecone) werden oft ohne diese angeboten. Klangfilm LS so ab 20 cm bringen auch Geld rein, Radio und LS einzeln verkauft bringt mehr als nur das Radio. Vor kurzem ein Angebot gesehen von einem Telefunken Opus 1950/ 51 da fehlte der LS mit 25 cm und die UF 14. Die UF 14 wird hoch gehandelt für Mikrofonvorverstärker, VF 14 lässt grüßen. Als Ersatz hätte ich eine UF 80 und einen LS aus dem PA Bereich genommen. Ich glaube ein guter PA LS mit Anpassung bringt auch einen guten Klang.
nobbyrad58:Ich weis nicht warum gute, aber technisch veraltete LS so begehrt sind.
hallo Nobby,
Damals war Leistung teuer, das zwang zu Effizienz. Die alten Lautsprecher haben nur 1/10mm Spalt in der Spule und können so mit nur einem Wättchen schon einen Riesenradau machen. Heute ist es umgekehrt, Leistung ist ein Verkaufsargument, das zwingt zu Ineffizienz. Der Spalt in der Spule muß so breit sein daß sie nicht anstößt wenn sie sich durch Hitze ausdehnt.
Wer einen kleinverstärker betreiben möchte, zB mit 2 EL84, bekommt von den Greencones etc. einiges mehr an Pegel geboten wie von einer Wabbelpappe mit 1mm Spalt.
Also Wabbelpappe möchte ich so nicht stehen lassen. Aber zu den Fakten: Für ein anderes Projekt; ein fehlender LS habe ich als Ersatz für einen 20er von 1951 Grundig einen neuen Monacor SPM - 200X/4 gekauft. Der ist relativ Preisgünstig und hat einen Kernschalldruck von 94 dB/W/m. Die hat er auch wirklich, bei einem Vergleich mit einem LS von einen Grundig 4004 EL 41 von 1952 machte er eine sehr guten Eindruck. Im PA Bereich gibt es LS mit über 100 dB, das sind aber Gitarren LS für Musiker die auch mit Tube Amps arbeiten. Beim alten 51er Grundig war die Klangstellung Hochpass, stärkere GK der tiefen Frequenzen genau richtig. Also ich schau mir schon genau an was ich verwende.