dieser Beitrag könnte auch bei "Amateurfunk" im Forum stehen, denn dort passierte mir folgendes:
Ich wollte ein simples Antennenkabel mit 3 Meter Länge zum Anschluß an ein kleines Alinco-Funkgerät herstellen. dazu musste ich lediglich zwei BNC-Stecker und ein RG-58 Koaxkabel verbinden. Diese Kabel mit BNC-Steckern werden / wurden durchaus auch bei einigen Oszilloskopen für die Prüfkabel verwendet, sodaß ich den Beitrag in dieses Unterforum geschrieben habe.
Gesagt, getan. Kabel abisoliert, Kontaktstift gelötet, Teile montiert. Als alter erfahrener Praktiker vor Inbetriebnahme mit dem Ohmmeter auf Kurzschluß getestet. Und sie da: KURZSCHLUSS! Hatte ich es doch geschafft, ein Schirmdrähtchen durch falsche Anbringung von Teil 4 an die Seele zu legen ....
Ach ja, in der Erinnerung gekramt, da war doch was. Man muss die Einzelteile des Steckers RICHTIG montieren. Da ich nicht jeden Tag solche Kabel montiere, hatte ich doch alles vergessen!!!
Alles auf Anfang. Nochmals neu und diesmal richtig montiert. Alles wird gut.
Ich habe für mich und für Andere (die auch vergesslich sind ) hier nochmal die richtige Montage dargestellt:
Die Skizze zeigt noch nicht die endgültige Positionen der Teile. so wird Teil 3 mit seiner Umgebung teilweise in Teil 1 eingeschoben.
Die kritische Stelle ist Punkt 3a. Auf das dort umgelegte Schirmmaterial des Kabels muß der Gummiring aufgeschoben und Teil 4 gegengedrueckt werden. Dieses Geflecht darf nicht nach vorn in Richtung Lötstift gelangen.
Nach dem Anziehen von Teil 6 sitzt die Steckermontierung gut und fest.
Grüße von Haus zu Haus Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)
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dieses Phänomen ist mir bestens bekannt und tritt nicht nur unmittelbar nach der Montage, sondern auch beim Einsatz auf einem Berg auf.
Damit es im Alltagsgebrauch weniger Stress auf die Verbindung gibt, ziehe ich nach der Montage und Kontrolle noch einen Schrumpfschlauf über das Kabel und den hinteren Teil des Steckers, eine Art Low-Cost-Knickschutz. Da der Schrumpfschlauch nicht über den Befestigungsring geht, muss man ihn bereits vor dem Zusammenbau des Steckers über das Kabel schieben.
Ja, das Problem ist mir auch gut bekannt. Schon vor Jahren habe ich mich über diese Stecker geärgert. Unser benachbarter Rundfunkhändler, der auch CB- und ändere Funk-Sachen führt, hatte sie uns an die Betriebsfunkgeräte (70 cm Band) angebaut. Völlig ungeeignet für den rauen Betrieb in Fahrzeugen und erst Recht außen an der Antenne...
Für meine Basteleien kaufe ich lieber fertig konfektionierte BNC-Kabel, und ändere -wo benötigt- lieber die "andere Seite" um, z.B. auf PL 259, oder ich nutze Adapter.
Viele Grüße,
Axel
........................................................................................................................... . Da will man endlich mal in Ruhe die Werkstatt aufräumen und was passiert? ...Man hat keine Lust.
ich nutze die BNC's auch nicht gern, weil es immer wieder Probleme im rauhen Alltag mit der Kabelfixierung an den Steckern gab und gibt. Eigentlich funktioniert BNC am Besten bei statischen Geräte- oder Modulverbindungen. Beweglichkeit und wiederholtes Auf Abstecken ist nicht die Welt von BNC.
Also, ich musste die früher im Netzwerkbereich oft crimpen - das ging eigentlich recht problemlos und hat hervorragend gehalten. Bloß hab ich Depp die Stecker + Zange nach Ende dieser Ära weggeworfen :(
Nun möchte ich eine Alternative zum Löten zeigen. Dies ist wesentlich leichter. Nur braucht man dafür etwas Werkzeug. Eine Quetsch- Crimpzange für die RG58-Leitung und ein Koax-Abisolierwerkzeug Bild 1. Beides bekommt man z.B. auch bei einem Versandhändler aus Sande. Für 2-3x pro Jahr eine Leitung anfertigen sind die Werkzeuge allerdings etwas teuer.
Arbeitsanleitung (so mache ich das) 1. Eine evtl. vorhandene Knickschutztülle, sonst ein Schrumpfschlauchstück und die Quetschhülse über die Leitung ziehen. Wenn der Stecker dran ist, geht es evtl. nicht mehr. Bild 2 2. Leitungsschneider ansetzen und mehrmals drehen (ich mache es immer 5-mal) Bild 3 3. Die abgeschnittenen Stücke abziehen. Bild 4 Manchmal bleiben noch einige Drähte der Abschirmung dran. Dies mit einem Seitenschneider abzwicken. 4. Den Steckerstift über den Innenleiter schieben. Oft ist die Bohrung zu klein. Dann mit einem 1,1 -1,2mm Bohrer aufbohren. 5. Mit der Zange im kleinsten Loch quetschen und die Abschirmlitze auffächern Bild 5 6. in den Stecker bis zum Anschlag schieben, muß einrasten. 7. die Drähte der Abschirmlitze über die Hülse des Steckers legen. Bild 6 8. die Quetschhülse über die Litzendrähte bis ca.1mm vor den Stecker ziehen. 9. die Quetschhülse mit der Zange quetschen. Bild 7 10. Knickschutztülle oder Schrumpfschlauch drüberschieben. Bild 8 + 9 11. Die Leitung mit einem Ohmmeter überprüfen. Bild 10 (Leitungsmessung) Widerstandswerte innen - innen und außen - außen: unendlich, innen – außen: nahezu 0 Ohm
Fertig Wenn es mit dem Abschneiden der Leitung nicht sofort klappt, kann es daran liegen, daß die Messer nicht richtig eingestellt sind. Auf der Unterseite des Leitungsschneides liegt ein Sechskantschlüssel beimit dem die Messer eingestellt werden können.
vor einigen Jahren habe ich oft solche Kabel hergestellt. Ehrlich gesagt, ich mag diese Stecker nicht. Der Bajonett-Verschluss ist wackelig und oft gibt es dadurch Kontaktprobleme. Besonders die versilberten Stecker und Buchsen sind nicht gut. Es geht nichts über eine Verschraubung. Ich bevorzuge hier SMA. Die alten PL259 waren (sind) auch nicht schlecht, aber bei sehr hohen Frequenzen schwächeln sie. In der Firma haben wir hier damals N-Stecker (doppelt geschirmt) verwendet.
das ist bei mir auch so. BNC veknüpfe ich immer mit "Gefummele". Im Amateurfunkbereich habe ich über 30 MHz eigentlich immer (wo es machbar war) N-Stecker und Buchsen verwendet. Das tat auch der Leitungsdämpfung (und den damit verbundenen Stoßstellen) gut.
Hier beim Anschluß an das portable Funkgerät Alinco DJ-500E bot sich aber der Adapter von SM-A (female) zu BNC an.
Im Bereich Oszilloskope hab ich es schon erlebt, dass ein Prüfkabel schon ab Werk Kurzschluß hatte!