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gemäss Schaltplan ist das ein elektrostatischer Hochtöner. Eigentlich sollte er auch eine Gleichspannung haben, da hast du recht, das kann aber auch ein Zeichenfehler im Schaltplan sein (z.B. der 10k-Widerstand an die Anodenspannung statt auf Masse). Dein Foto verwirrt mich aber, da sieht es os aus, als wäre der Hochtöner parallel zum grossen Lautsprecher angeschlossen. Das wäre aber ziemlich falsch, denn der Hochtöner (wenn es wirklich der originale elektrostatische ist) muss auf der hochohmigen Seite des Ausgangstrafos angeschlossen sein. Die damaligen elektrostatischen Hochtöner neigen generell zu Ausfällen. Der Grund ist die metallbeschichtete Kunststoffmembran, wo mit der Zeit Risse in der Metallisierung entstehen und so irgendwann kein Kontakt mehr zum Anschluss vorhanden ist. Zudem sind sie generell eher leise.
Als Ersatz kannst du problemlos einen handelsüblichen, dynamischen Hochtöner parallel zum grossen Lautsprecher anschliessen, sinnvollerweise über einen Folienkondensator von ca. 10F, damit die tiefen Frequenzen ferngehalten werden, die mag ein Hochtöner überhaupt nicht. Die Verbindung zur Anode hängst du dann am besten ab, damit ein allfälliger Defekt des Kondensators keine Schäden verursacht.
Weiter musst du unbedingt beachten, dass der Anschluss für einen externen Lautsprecher auf der Primärseite des Ausgangstrafos angeschlossen ist. Damit ist er erstens hochohmig (ca. 5k) und damit völlig ungeeignet für heutige Lautsprecher und zweitens liegt da gegen Masse die gefährliche Betriebsspannung von ca. 250V an. Falls du das Radio nicht im Originalzustand halten willst, solltest du diesen Anschluss entweder abhängen, die Buchsen unzugänglich machen oder auf die Sekundärseite des Ausgangstrafos umverdrahten, sonst besteht Unfallgefahr, falls auch andere Personen Zugang zum Radio haben und da etwas einstecken.
so wie das eingestellte Bild vom Hochtöner-2 aussieht, handelt es sich hierbei nicht um einen elektrostatischem System sondern um ein Piezosystem. Bei diesem ist ein Kristall in Anwendung wie bei einem Tonabnehmer für Plattenspieler der 50iger und 60iger Jahre, nur um gekehrt. Spannung rein und das Kristall verformt sich entsprechend der Wechselspannung der hohen Töne. Laut Schaltbild ist das auch nachvollziehbar. Da darf keine Gleichspannung anliegen und schon gar nicht im höheren Spannungsbereich, das würde den Hochtöner sofort zerstören. Ersatz müsste sich im Internet finden lassen.
das ist natürlich auch eine Erklärung. Allerdings brauchen die keramischen Hochtöner, die ich kenne, auch keine hohen Wechselspannungen (und vertragen auch nicht beliebig viel), so dass der Anschluss auf der Primärseite eher unlogisch ist. Kann aber sein, dass die damaligen Piezo-Hochtöner noch hohe Spannungen brauchten. Die modernen Piezo-Hochtöner jedenfalls vertragen nicht so viel Spannung, die müsste man auf der Sekundärseite des Ausgangstrafos oder mit einem Spannungsteiler anschliessen.
laut dem beigefügtem Schaltbild der Endstufe ist eindeutig der Hochtöner über einen Kondensator von 2000 pf angeschlossen. Damit ist die Anodenspannung der Endröhre abgetrennt. Außerdem bildet dieser 2000 pf Kondensator mit dem 10 k Widerstand nach Masse einen Hochpass. Wie hoch da nun die Wechselspannung nach dem Hochpass ansteht, entzieht sich meiner Kenntnis. Thomas schreibt ja auch, das keine Gleichspannung am Hochtöner anliegt, nur eine ordentliche NF-Spannung, was auch das immer heißen mag. Zumal das Kristall auch defekt ist und damit keine Last am Hochpass darstellt.
ich meinte mit 'hoher Spannung' die Wechselspannung, die an der Anode bei Vollaussteuerung durchaus 200V Amplitude haben kann. Die modernen Piezo-Hochtöner, die ich kenne, vertragen aber nur etwa 30V. Bei 'normaler' Lautstärke dürfte das kein Problem sein, aber spätestens bei Übersteuerung (dann nimmt zu allem Überfluss der Hochton-Anteil noch zu) werden sie sterben.
mit meinem letzten Beitrag wollte ich nur aufzeigen, das keine Anodenspannung ca. 250 V anliegt. Was auch Thomas in seinem Startbeitrag mitteilt. Meine intension war zuerklären, das es sich bei dem Hochtöner nicht um einen Elektrostaten handelt, sondern um ein Piezosystem. Das eingestellte Bild Hochtöner 2 zeigt mir ein solches. Dieses Bild brachte mich auch auf diesen Gedanken und das Schaltbild bestätigt das. An Thomas wäre noch mal die Anfrage, ob noch die Verbindungen vom Kristall zur Membrane gegeben sind. Den das Ding ist immerhin 67 Jahre. Da dürfte schon mal die eine oder andere Klebestelle weg bröseln.