Hallo, ich habe folgendes Problem, vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe das Radio versucht auf Mittelwelle zu erweitern. Egal ob mit 60-er Korbspule oder Ferritantenne aus dem Franzis-MW-Radio funktioniert das sehr gut. Nachts sind MW-Sender im Umkreis von etwa 300 kM gut zu hören und Dank der Rückkopplung auch zu trennen. ABER, der Bereich der MW den ich empfange entspricht in etwa nur 530 bis 830 kHz. Der hier zu empfangene stärkste Sender um 811 kHz ligt am Ende der Drehbereiches, müsste er doch in der Mitte liegen, bei vollem MW-Bereich. Ich habe nichts an der Originalschaltung verändert. Das Weglassen des ersten 100nF wie das Ausprobieren mehrerer Drehkos oder der Veränderund der ihrer Bodentrimmer hat nichts wesentlich verändert. Beim Versuch mit einen Detektor mit GE-Diode ist dieser stärkste Sender etwa in der Hälfte der Skala zu finden, da wo er mit 811 hingehört. Was könnte falsch sein oder verändert werden? Gruß Webcys
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Die Schaltung ist etwas ungewohnt. Der HF Frequenz bestimmende Teil liegt im Schaltplan links von dem 1 kOhm Widerstand R1. Die inneren Kapazitäten des Transistors sind nicht zu vernachlässigen. Ich würde versuchen C2 von 100 pF soweit zu verkleinern bis das obere Bandende passt und am unteren aber noch Rückkopplungsschwingungen erreichbar sind.
Schöne Grüße, Jan
P.S. Ganze Schaltpläne anderer Herfkunft dürfen nicht hochgeladen werden, nur Ausschnitte bis ca 20 Prozent zur Erklärungvon Problemen. Hier wird sich der Admin sicher noch melden.
Hello Jan, Dankeschön für die Wilkommensgrüße. Diesen Kondensator hatte ich auch schon im Verdacht, ich schrieb ja eingangs das Weglassen des ersten 100pF ergab keine Änderung. Aber auch das Einsetzen von Werten zwischen 47 un 3,3pF erbrachte nichts. Schade. Trotzdem Danke ich Ihnen Jan.
Gruß Webcys
PS.: Hab das Thema umbenannt, zwecks dem Ziel der MW-Erweiterung, aber einer nicht zu langen Überschrift
Hallo Webcys, prima, mit der Schaltskizze. Wenn der 100 pf weder auf das Anschwingen noch auf die Frequenz merkbar Einfluss hat, was ich fast nicht glauben kann, dann hätte ich folgende Erklärung: Der Drehko hat voll ausgedreht noch eine Kapazität von vielleicht 20 pF. Parallel dazu wirkt die Basis-Kollektor-Kapazität und zusätzlich die Kapazität aus der Reihenschaltung der Basis-Emitter + Kollektor-Emitter-Kapazitäten. Da können insgesamt nochmal soviel pF zusammen kommen. Wegen der Reihenschaltung ist der Einfluss der 100 pF nicht sehr groß.
Bei sonstigen Transistor-Eingangsstufen verwendet man meist Anzapfungen der Schwingkreisspule, so dass die Transistorkapazitäten die Schwingfrequenz nicht so stark beeinflussen.
Diese Schaltung erinnert mich an das sogenannte Ultraudion von de Forest. Die Rückkopplungsbedingung wird durch einen kapazitiven Spannungsteiler (hier Basis-Kollektor-C und Emitter-Basis-C) hergestellt (Colpitts Oszillator). Die direkte Verbindung des Schwingkreises zwischen Kollektor und Basis sorgt dafür, dass die Phasenverschiebung exakt die notwendigen 180 Grad ergibt.
Die Gleichrichtung erfolgt an der Basis-Emitterstrecke und die Niederfrequenz-Verstärkung beträgt wegen der Kollektorschaltung des Transistors rund 1.
Ich werde das mal auf einem Steckbrett aufbauen und ausprobieren.
Um dennoch das obere Ende der Mittelwelle zu erreichen, ohne die Spuleninduktivität zu verkleinern würde ich folgendes prüfen:
Sicherstellen, dass keine Trimmer mehr parallel sind. Dann einen sogenannten Verkürzungs-Kondensator in Reihe zum Drehko einsetzen. Das muss ausprobiert werden, ich würde von 1 nF schrittweise nach unten gehen. Falls das untere Bandende dann nicht mehr erreichbar ist, bliebe noch die Überbrückung dieses Kondensators durch einen Schalter. Ist keine elegante, aber pragmatische Lösung, wenn die Spule nicht verändert werden soll.
regency:Diese Schaltung erinnert mich an das sogenannte Ultraudion von de Forest. Die Rückkopplungsbedingung wird durch einen kapazitiven Spannungsteiler (hier Basis-Kollektor-C und Emitter-Basis-C) hergestellt (Colpitts Oszillator). Die direkte Verbindung des Schwingkreises zwischen Kollektor und Basis sorgt dafür, dass die Phasenverschiebung exakt die notwendigen 180 Grad ergibt.
ja Du hast recht. Es ist der Colpitts Oszillator. Ich hatte mal einen Beitrag zu den Franzis- Retros gesetzt und die Frage gestellt...wie denn bei dieser Art Transistor- Audion die Rückkopplung funktionieren soll.
Jürgen RF erklärte das damals.
Ich vermute, dass nicht die Gesamtkapazität des Empfangskreises das Problem ist...sondern eher das Aussetzen der Rückkopplung der Colpittsschaltung. Damit wird die Bandbreite ja auch größer und die oberen MW- Frequenzen sind nicht mehr erfassbar....so zumindest der Eindruck.....denn es reicht die Entdämpfung nicht mehr aus. Das Kennst Du ja auch von Deinen Audionversuchen. Für MW muss die KW- Schaltung noch weiter modifiziert werden. Vielleicht ist aber der Colpitts- Oszillator dafür weniger geeignet. Mit dem KW- Retro mit EF95 funktioniert das....ist aber halt auch der Audion Klassiker.
Hello Jan und Joerg, ich danke Ihnen für die Tipps. Ich habe auf die von Joerg erwähnte Beitragsantwort von Jürgen RF hin- es mit Antennenkopplung (MW-Spule aus dem Polytronik-DDR-Baukasten) versucht und siehe da, plötzlich war etwas vom MW-Band zwischen 800 bis ich schätze 1200/1300 kHz zu empfangen. Allerdings geschah dies nur auf der (Rechtsdrehung ab Mitte) 2. Hälfte, das der Drehko überstreicht. Hier funktionierte auch die Rückkopplung noch befriedigend bis gut. Ganz im Gegensatz zur 1. Drehko-Häfte (Linksdrehung ab Mitte). Hier funktionierte garnichts, weder die Rückkopplung noch war Rauschen oder gar ein Sender zu empfangen. Völlig still und leise.
Ich verstehe das nicht ganz. Bei den Audion-Schaltungen von den 1930 bis 1960er, egal ob Röhre oder Transistor, angefangen beim OE333 war es doch grob gesehen egal, was für eine Spule, Längst, Lang, Mittel- oder Kurzwelle aufgesteckt wurde. Was is das hier für eine Schaltung bei der das nicht funktioniert. Bin verzweifelt.
Nein nein, das ist nicht angebracht, das kleine Problem lässt sich sicher lösen. Damit wir alle auf dem gleichen Stand sind habe ich zunächst noch ein paar Fragen (diesen und andere Retro Bausätze habe ich nicht):
Der Doppel-Drehko wird mit einem Plattenpaket bis 365 pF angeschlossen? Sind Trimmer noch parallel?
Wird der Transistor BC557C oder ein anderer benutzt?
Die Korbspule bzw. die Ferritspule stammen aus einem anderen Set für Mittelwelle? Ist der dort verwendete Drehko der gleiche?
Wie ist die MW Spule aus dem Polytronic-Baukasten mit einem Antennendraht verbunden?
Wenn ich mich recht erinnere, so hat der Drehko im Polytronic Baukasten 260 pF, stimmt das?
Um den Schwingbetrieb bei Rückkopplung zu testen und die Frequenz ohne Hilfsmittel festzustellen kann ein kommerzieller Mittelwellenempfänger direkt neben die Schaltung gestellt werden (keine Langdrahtantenne anschließen). Bei gleicher Frequenz geht im Empfänger das Rauschen weg bzw. wird schwächer. ist im Empfänger ein Sender eingestellt, so hört man das Rückkopplungspfeifen, das bei Annäherung an die Frequenz immer Tiefer wird. Bei den wenigen empfangbaren Mittelwellensendern kann das hilfreich sein, wenn man über keine Messtechnik verfügt und den Empfangsbereich dennoch prüfen möchte.
Schöne Grüße, Jan P.S. Wo finde ich den Beitrag, den Joerg beschrieben hat?
regency:... [*]Wenn ich mich recht erinnere, so hat der Drehko im Polytronic Baukasten 260 pF, stimmt das? ...
Hallo Jan,
der Drehko aus dem Polytronic ABC (2. Serie, gelber Plastikknopf) hatte 50-350 pF und 1 UKW-Paket (...-25 pF ?), die Spulen (der 2. Serie Polytronic ABC) müsste ich ausmessen. Bei meinen Experimenten war damals das LW und MW Band praktisch durchgängig abdeckbar, die Induktivitäten waren durch den Kern ja auch noch leicht veränderbar. Wie die Werte der Drehkos/Spulen des Polytronic der 1. Serie (Baukasten C - Funktechnik) waren .... bin ich jetzt überfragt. Jetzt habe ich aber hier im Thread auch den Überblick verloren. Welcher Baukasten mit welchen Bauteilen wurde denn nun gemischt?
Webcyss:... Bei den Audion-Schaltungen von den 1930 bis 1960er, egal ob Röhre oder Transistor, angefangen beim OE333 war es doch grob gesehen egal, was für eine Spule, Längst, Lang, Mittel- oder Kurzwelle aufgesteckt wurde. ...
Das glaube ich weniger, denn die Spule ist ein frequenzbestimmendes Bauteil. Kann es sein, dass dein Empfänger im ganzen Band nur einen starken Ortssender empfängt?
Ich hätte einen Vorschlag zur Anpassung an die recht große MW- Induktivität / Kapazität. Versuche mal eine MW- Spule mit Anzapfungen. 15, 30, 50 W vom kalten Ende. Da hängst Du die Basis des BC557C (T1) ran.
Denke...das könnte etwas bewegen.....und die Rückkopplung in den höheren Frequenzen verbessern.
Gruß
Joerg
PS 17:15
Die Antenne nur über Koppelspule, oder 50pF...oder Spulenanzapfung vom kalten Ende (15-30W) anschließen und Jans Tips zum Rückkopplungsversuch mit zweiten Empfänger beachten. Ohne Antenne und Erde!
* Der Doppel-Drehko wird mit einem Plattenpaket bis 365 pF angeschlossen? nur ein Kreis á 265pF (Sorry, war ein "Druckfehler" im obigen Schaltplan) Sind Trimmer noch parallel? nein, nicht mehr * Wird der Transistor BC557C oder ein anderer benutzt? BC557C * Die Korbspule bzw. die Ferritspule stammen aus einem anderen Set für Mittelwelle? Ist der dort verwendete Drehko der gleiche? ja der gleiche * Wie ist die MW Spule aus dem Polytronic-Baukasten mit einem Antennendraht verbunden? Entweder ohne Kopplung nur die große Spule mit Antenne zur Basis T1 und gegenüber Erde zur Masse. Mit Kopplung Antenne und Erde an die kleine Polytronic-Spule und an den Abgriffen der großen an Basis T1 bzw. Masse. * Wenn ich mich recht erinnere, so hat der Drehko im Polytronic Baukasten 260 pF, stimmt das? Den habe ich nicht, nur den erwähnten von den franzis-Bausätzen (ein Kreis á 265pF) * Link: http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/board/rundfunkgeraete-klassische-analoge-radios/analoge-radiotechnik-allgemein/rueckkopplung-fuer-einkreiser-hartley-und-colpitts-oszillator-1_283.html
Antworten @ Ron: * Grundsätzlich gehts ums Franzis KW-Retroradio (Halbleiterversion) Lediglich "fremd" die MW-Spule ist zur festen Kopplung bei 265pF-Drehko aus dem Franzis MW-Radio (TA7642) entnommen wie empfohlen, oder eine 60ér Original-Korbspule von 1926. Zur variablen Antennenkopplung benutze ich die (echt super) Polytronik-MW-Spule, angeschlossen siehe oben Jan-Antworten. * Nee, nich Ortssender, egal ob mit der Franzis MW-Spule, der 60ér Original-Korbspule oder der Polytronic-Spule (alle bei bei fester Kopplung) empfange ich dank Rückkopplung trennbar, wie Eingangs erwähnt bis zu etwa 300 Kilometer entfernte MW Stationen wie Tschechisch Budweis, Bratislava, Lubjana, München, Mailand und Bordeaux. Nur eben stammen diese Sender aus dem 1. halben MW-Band 500 bis 800