Re: Entstörmaßnahmen in den AM-Bereichen [neu erstellt]
Moin,
Wenn jemand konkrete eigene Erfahrungen beisteuern kann, wäre das sehr schön. Es wird aber heutzutage leider viel herumgelabert, ohne dass man Hilfreiches findet. In diesem Sinne: Bitte jetzt keine endlose Debatte über RCD.
Gibt doch soviel, was zur Überschrift passt: Der praktische Tipp eines Funkamateurs, den ich mal im Netz gefunden habe: Einen MW-Taschenempfänger mitnehmen bei der Auswahl eines Monitors. Damit kann man auch gut eine Vorauswahl für einen ruhigen Empfangs-Standortes für SAQ etwa treffen.
Oder etwas Theorie: Der Artikel "THE SENSITIVITY OF AERIALS TO LOCAL INTERFERENCES" aus den "Philips Technical Review" etwa (vol.6 No.10) von 1941 oder "INDUCTIVE AERIALS IN MODERN' BROADCAST RECEIVERS" (vol.16. No.7, Jan 1955) Hier erfährt man aus der Praxis, warum die Radios so konstruiert wurden. Diese Hefte sind im Netz allgemein zugänglich und bieten doch genug Gelegenheit, näher erörtert zu werden.
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Re: Entstörmaßnahmen in den AM-Bereichen [neu erstellt]
Hallo Markermurt, da du dich gerade erst angemeldet hast, herzlich willkommen im Forum. Wenn du magst, kannst du ja auch etwas über dich und deine Verbindung zum Radio selbst sagen, z.B. bei "Wir im Forum".
Hast du eventuell ähnliche oder weitere Maßnahmen ergriffen, um den Empfang der Mittelwelle zu verbessern, und welchen Erfolg hatte das?
Es fragt ein Leid geplagter Bewohner im Mehrfamilienhaus, der den ganzen "HF-Müll" wegfiltern müsste, aber nicht verhindern kann.
Re: Entstörmaßnahmen in den AM-Bereichen [neu erstellt]
Hallo Bernd, darüber nachgedacht hatte ich schon mal, aber noch nichts in die Praxis umgesetzt. Es müsste aufgrund des Platzmangels mit zwei Ferritantennen aufgebaut werden, mal sehen, ob ich so etwas hinbekomme. Interessiert mich jedenfalls, ob das für schwierige Fälle helfen kann. Viele Grüße, Jan
Re: Entstörmaßnahmen in den AM-Bereichen [neu erstellt]
Hallo Jan, wenn es um die Mittelwelle geht, dann ist der gute alte Empfangsrahmen Mittel der Wahl, schon wegen seiner Richtwirkung. (An meinem Standort könnte ich "radio Caroline" ab Einbruch der Dunkelheit nicht mehr empfangen, wegen Slowenien auf Gleichwelle.
Dazu kommt, dass in der Regel die meisten Nahfeldstörungen E-Feldstörungen sind.
Massiv war das an einem nahen Standort, wo über das Netz massiv Störungen kamen. Caroline konnte nur ansatzweise "geahnt" werden.
Die Lösung war nicht nur der Einsatz einer Rahmenantenne, sondern (nach einem alten Patent) auch die Möglichkeit, den Symmetrierungs-Punkt verschiebbar zu machen und damit gezielt eine Kompensation der Störungen zu bewirken, die direkt ins Radio reinhauen, z.b. über den Netztrafo. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...mp;thread=431#2
In meinem vorigen Beitrag sind noch zwei Hinweise auf Artikel aus der "Philips Technical Review" nachgetragen.
Bei einem Mehrfamilienhaus kommt jedoch noch verstärkt die Dämpfung des Gebäudes selbst zum Tragen, wenn ein Balkon zur Verfügung steht, kann man eventuell eine Antenne nach Außen bringen, bis es jemanden stört...
Wird in solchen Fällen darauf hinauslaufen, verschiedene Ansätze zu versuchen.
Zitieren:Es müsste aufgrund des Platzmangels mit zwei Ferritantennen aufgebaut werden, mal sehen, ob ich so etwas hinbekomme. Interessiert mich jedenfalls, ob das für schwierige Fälle helfen kann.
Eher nicht, wenn die üblichen kurzen Stäbe bis 180mm Verwendung finden sollen, was aus einem Artikel "Die Empfangsleistung der Ferritantenne" hervorgeht. (Funkschau 1953, Heft 12)
Zitieren:Empfangswürdig sind also - unabhängig davon, ob man mit oder ohne zusätzliche Hf-Verstärkung arbeitet- immer nur solche Stationen, die so stark am Empfangsort einfallen, daß sie das Rauschen der Ferritantenne übertönen
Das lässt sich durch einfachen Versuch nachvollziehen: Höre ich beispielsweise mit meinem alten und recht empfindlichen Blaupunkt-Kofferempfänger Caroline und koppel den "A4-Rahmen" über Schleife auf den Ferritstab, erhöht sich das Signal stark, während der Rauschpegel annähernd gleich bleibt.
Re: Entstörmaßnahmen in den AM-Bereichen [neu erstellt]
Hallo Bernd,
diese Methode habe ich vor einigen Jahren auch schon einmal ausprobiert. Ich war allerdings nicht in Bastellaune und habe den Noise Canceller bzw. Signal Enhancer MFJ-1026 verwendet. Das klappte fallweise auf 40m auch ganz gut. Nun muss man allerdings bedenken, dass das Verfahren nicht funktionieren kann, wenn die Störquelle von eher langen Leitungen ausgeht. Weiterhin sollten die beiden Antennen mindestens Lambda/8 entfernt sein.
Ich habe das Gerät schnell weiter verkauft. Zielführend war dann eine Filterung der Netzzuleitung, bessere Symmetrierung des Dipols und vor allem eine bessere Antennenhöhe (von 6 auf 10m).